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Von Homer bis Theodosius dem Großen

Sechzehn historische Fiktionen mit Themen der griechischen und römischen Geschichte

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Gunther Gottlieb

Was wäre geschehen, wenn…? Diese Frage wird an zentralen Ereignissen und großen Persönlichkeiten der griechischen und römischen Geschichte bearbeitet, wobei die Einbindung in den jeweils kulturellen Kontext Beachtung findet. Ziel des Buches ist es, Gedankenspiele einzuüben, Argumentationen zu erfinden und zu überprüfen sowie tiefer einzudringen in Pläne, Vorstellungen, Wünsche und Absichten von Einzelpersönlichkeiten oder Gemeinschaften. Die sechzehn Kurzessays verstehen sich als kulturgeschichtlich ausgerichteten Beitrag zur historischen Literatur.
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M Antonius, nicht Octavian, gewinnt die Seeschlacht bei Actium (31 v. Chr.)

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Wer war M. Antonius? Enkel des 87 v. Chr. ermordeten berühmten Redners M. Antonius, der Inhaber mehrerer Staatsämter, darunter des Konsulats und der Censur gewesen war, Sohn des M. Antonius Creticus, der es bis zur Praetur brachte und 74 v. Chr. im Kampf gegen die Seeräuber ein außerordentliches imperium erhalten hatte – Spross also einer im letzten Jahrhundert der Republik hoch angesehenen plebejischen Familie, die zur Nobilität, der durch Bekleidung des Konsulats herausgehobenen Führungsschicht innerhalb des Senatorenstandes, zählte. Etwa zwanzig Jahre jünger als Caesar, etwa zwanzig Jahre älter als Augustus. Seit Beginn seiner politischen Laufbahn ein erfolgreicher Anhänger Caesars, für den er in Gallien kämpfte und 49 v. Chr. in Rom als Volkstribun politisch agierte. 48/47 v. Chr. Stellvertreter Caesars in Rom, mit diesem Konsul im Jahre 44 v. Chr., also bei dessen Ermordung Inhaber des höchsten Amtes und mit allen Vollmachten zur Aufrechterhaltung der Ordnung ausgestattet, wovon er bekanntlich zum Nachteil der Verschwörer, welche die alte republikanische Ordnung wiederherstellen wollten, Gebrauch machte. Neben C. Octavius, dem Adoptivsohn und Erbe Caesars, dem späteren Kaiser Augustus, eine der wenigen Schlüsselfiguren zwischen 44 und 31 v. Chr., das heißt in der Zeit des Übergangs von der Republik zur Monarchie.

In seinem Privatleben galt er als zügellos, allen Vergnügungen war er zugeneigt. Bei der Bevölkerung Roms und seinen Soldaten war er dank seiner kraftvollen Natur, seiner einnehmenden Erscheinung, Leutseligkeit und Offenheit...

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