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Rollenspiele

Musikpädagogik zwischen Bühne, Popkultur und Wissenschaft- Festschrift für Mechthild von Schoenebeck zum 65. Geburtstag

Thomas Erlach and Burkhard Sauerwald

Die wissenschaftliche Musikpädagogik ist auf vielfältige Weise mit benachbarten Disziplinen vernetzt. Hinter dem Titel Rollenspiele verbergen sich 28 Grenzgänge in den Bereichen Musik und Bühne, Musikpädagogik als Wissenschaft sowie Musik und Popularität. Die wissenschaftlichen Beiträge dieses Bandes stammen sowohl von Autorinnen und Autoren des Instituts für Musik und Musikwissenschaft der TU Dortmund als auch von namhaften auswärtigen Verfasserinnen und Verfassern. Sie alle bedanken sich damit bei Mechthild von Schoenebeck für ihr jahrelanges Wirken als Professorin am größten Schulmusik-Institut des Landes.
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Multimediales Wunderland. Lewis Carrolls Alice und das Musiktheater: Dietrich Helms

1. Multimediales Wunderland

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Multimediales Wunderland.Lewis Carrolls Alice und das Musiktheater

Dietrich Helms

In einem Artikel für die Zeitschrift The Theatre aus dem Jahr 1887 schrieb Charles Lutwidge Dodgson, besser bekannt als Lewis Carroll, 22 Jahre nach der ersten Veröffentlichung von Alice’ Adventures in Wonderland, das Buch sei entstanden ohne die geringste Ahnung, dass es jemals für die Bühne bearbeitet werden sollte.1 Die Idee zu einer solchen Bearbeitung muss ihm jedoch bereits kurz nach der Erstveröffentlichung des Buchs 1864 gekommen sein, als sich der Erfolg von Alice’s Adventures abzeichnete. In einem Brief an seinen Bruder Edwin vom 11. Mai 1867 erwähnt er seine Idee, dass die Geschichte gut in Form einer „pantomime“2 auf der Bühne funktionieren müsste.3 Fünf Jahre später, 1872, bat er seinen Verleger Macmillan, die Dialoge aus beiden Büchern herausschreiben zu lassen und sie als Theaterstück bei der Stationer’s Company registrieren zu lassen.4 Er war ganz offensichtlich überzeugt vom dramatischen Potential seiner Bücher und versuchte hierdurch, seine Rechte gegenüber unautorisierten Adaptationen für die Bühne abzusichern.

Carroll war ein großer Freund des Theaters seiner Zeit. Seine Tagebücher quellen über von Notizen zu den Theaterstücken, die er besucht hat. Charles Lovett, der ausführlich über Carroll und das Theater seiner Zeit gearbeitet hat, zählt Besuche von beinahe 300 Aufführungen, die in den Tagebüchern dokumentiert sind,5 angefangen mit einer Doppelaufführung im Jahr 1855 von...

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