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Rollenspiele

Musikpädagogik zwischen Bühne, Popkultur und Wissenschaft- Festschrift für Mechthild von Schoenebeck zum 65. Geburtstag

Thomas Erlach and Burkhard Sauerwald

Die wissenschaftliche Musikpädagogik ist auf vielfältige Weise mit benachbarten Disziplinen vernetzt. Hinter dem Titel Rollenspiele verbergen sich 28 Grenzgänge in den Bereichen Musik und Bühne, Musikpädagogik als Wissenschaft sowie Musik und Popularität. Die wissenschaftlichen Beiträge dieses Bandes stammen sowohl von Autorinnen und Autoren des Instituts für Musik und Musikwissenschaft der TU Dortmund als auch von namhaften auswärtigen Verfasserinnen und Verfassern. Sie alle bedanken sich damit bei Mechthild von Schoenebeck für ihr jahrelanges Wirken als Professorin am größten Schulmusik-Institut des Landes.
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„Aber die Ehe ist ein heiliger Stand.“ Das (musik)didaktische Potenzial des Rosenkavalier-Films von 1926: Thomas Erlach

1. Idee und Zielsetzung des Beitrags

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„Aber die Ehe ist ein heiliger Stand.“Das (musik)didaktische Potenzialdes Rosenkavalier-Films von 1926

Thomas Erlach

Zur Oper Der Rosenkavalier (Komödie für Musik von Hugo von Hofmannsthal, Musik von Richard Strauss, Uraufführung Dresden 26. Januar 1911)1 gibt es eine nachträgliche, von den Autoren der Oper mitverantwortete Stummfilm-Adaption aus den 20er Jahren (Regie Robert Wiene, Bauten und Kostüme Alfred Roller, Filmmusik-Adaption von Richard Strauss, Uraufführung unter Leitung von Richard Strauss Dresden 10. Januar 1926), die nach einer aufwändigen Rekonstruktion durch das Filmarchiv Austria am 6. September 2006 in der Semper-Oper wiederaufgeführt wurde und seither auch als DVD vorliegt.2 Die besondere Konstellation des Vorliegens dieses Werks als Bühnen- und Filmfassung lädt zu einer vergleichenden Betrachtung ein, welche in diesem Beitrag aus musikdidaktischer Perspektive unternommen werden soll. Aufgrund des Raritäts-Charakters dieses Stummfilms sowie im Hinblick auf den kurzen Umfang dieses Beitrags liegt dabei das Schwergewicht auf der Filmfassung, wobei die Szene der Überreichung der Silberrose exemplarisch im Zentrum stehen soll. Der erwartete didaktische Ertrag dieser Szene ist, dass sie reichlich Anlass zum Gespräch schafft, gerade im Hinblick auf die dargestellte ritualisierte Inszenierung einer Eheanbahnung, aber auch im Hinblick auf den Einsatz von Filmmusik sowie auf die ästhetischen Besonderheiten des Mediums Film im Unterschied zu einer Live-Darbietung auf der Bühne. Diese Vermutungen bestätigten sich in Seminarsitzungen sowie in zahlreichen Einzelgesprächen mit Musikern und Pädagogen, mit denen ich diesen Vergleich durchgesprochen habe und denen...

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