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Rollenspiele

Musikpädagogik zwischen Bühne, Popkultur und Wissenschaft- Festschrift für Mechthild von Schoenebeck zum 65. Geburtstag

Thomas Erlach and Burkhard Sauerwald

Die wissenschaftliche Musikpädagogik ist auf vielfältige Weise mit benachbarten Disziplinen vernetzt. Hinter dem Titel Rollenspiele verbergen sich 28 Grenzgänge in den Bereichen Musik und Bühne, Musikpädagogik als Wissenschaft sowie Musik und Popularität. Die wissenschaftlichen Beiträge dieses Bandes stammen sowohl von Autorinnen und Autoren des Instituts für Musik und Musikwissenschaft der TU Dortmund als auch von namhaften auswärtigen Verfasserinnen und Verfassern. Sie alle bedanken sich damit bei Mechthild von Schoenebeck für ihr jahrelanges Wirken als Professorin am größten Schulmusik-Institut des Landes.
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„Leicht und frei, wie ein Gott!“ Popularität und Presse in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts: Dominik Mercks

Rahmen 1: Medienwelt im Wandel

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„Leicht und frei, wie ein Gott!“

Popularität und Presse in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts

Dominik Mercks

Musik und Medien erscheinen zunehmend als symbiotisches Gebilde. Junge Talente der klassischen wie der populären Musik machen online auf sich aufmerksam, finden bei Youtube und Co. mit professionellen oder professionell anmutenden Videos ihr Publikum und übertragen diese digitalen Erfolge immer wieder auch in den Konzertsaal. Die Vermarktungsmaschinerie des Musikbetriebs rotiert um ihre Helden: Lang Lang bei „Wetten dass“, Anne-Sophie Mutter bei Harald Schmidt, David Garrett auf allen Kanälen. Die Medialisierung und Popularisierung der Musik erscheint dabei häufig als Konstrukt der digitalen Mediengesellschaft des späten 20. und erst recht des beginnenden 21. Jahrhunderts. Beide Phänomene – die Popularisierung von Musik und Musikern sowie die zentrale Rolle der Medien dabei – können aber auf eine mehr als 200- jährige Geschichte zurückblicken. Im Folgenden soll ein Blick auf die Anfänge dieser Phänomene geworfen werden – auf die Rahmenbedingungen und die Wurzeln einer Entwicklung, die für den heutigen Musikbetrieb im Guten wie im Schlechten als zentral erachtet werden kann. Dabei sollen vor allem die unterschiedlichen Wege des Berichtens über Musik, die sich aus dem Fokus auf unterschiedliche Zielgruppen ergeben, angerissen werden.

„Ich denke an Dezember 1837 zurück (doch schließlich bloß 60 Jahre) und die Physiognomie unsres guten Berlins ist nicht wiederzuerkennen. Damals Beobachter, Vossin, Rellstab – jetzt der Lokal-Anzeiger mit 180.000 Absatz. Eine Welt von geistigem Leben...

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