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Rollenspiele

Musikpädagogik zwischen Bühne, Popkultur und Wissenschaft- Festschrift für Mechthild von Schoenebeck zum 65. Geburtstag

Thomas Erlach and Burkhard Sauerwald

Die wissenschaftliche Musikpädagogik ist auf vielfältige Weise mit benachbarten Disziplinen vernetzt. Hinter dem Titel Rollenspiele verbergen sich 28 Grenzgänge in den Bereichen Musik und Bühne, Musikpädagogik als Wissenschaft sowie Musik und Popularität. Die wissenschaftlichen Beiträge dieses Bandes stammen sowohl von Autorinnen und Autoren des Instituts für Musik und Musikwissenschaft der TU Dortmund als auch von namhaften auswärtigen Verfasserinnen und Verfassern. Sie alle bedanken sich damit bei Mechthild von Schoenebeck für ihr jahrelanges Wirken als Professorin am größten Schulmusik-Institut des Landes.
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Deutsche Frauen, deutsche Treue – Frauenbilder auf Feldpostkarten des Ersten Weltkriegs: Sabine Giesbrecht

Frau und Nation

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Deutsche Frauen, deutsche Treue – Frauenbilder auf Feldpostkarten des Ersten Weltkriegs

Sabine Giesbrecht

Feldpostkarten1 aus der Zeit des Ersten Weltkriegs überraschten die Öffentlichkeit mit ‚modernen‘ Bildern, Liedern und Nachrichten über Frauen, wie man sie in Friedenszeiten nicht gewohnt war. Ihr Erscheinungsbild war neuartig und beeinflusst vom Krieg, der das soziale Leben durcheinander wirbelte und auch vom weiblichen Teil der Bevölkerung den vollen Einsatz für die „Heimatfront“ verlangte. Diejenigen Frauen, die mit Forderungen bürgerlicher Emanzipationsbewegungen sympathisierten, sahen in ihren neuen Aufgaben Chancen für eine berufliche Zukunft und die Verwirklichung angestrebter politischer Rechte.

Zahlreiche Bildpostkarten spiegeln den sozialen Veränderungsprozess wider und zeigen, wie Fotografen und Maler sich die ideale Frau im Krieg vorstellten. Brynolf Wennerberg zum Beispiel spezialisierte sich auf Darstellungen des bürgerlichen Lebens ‚zu Hause‘ und malte treusorgende Gattinnen oder opferbereite Mütter und Bräute, die den Auszug ihrer Männer an die Front befürworteten und sich pflichtbewusst in die ihnen von den Kriegsereignissen diktierte Rolle fügten. Andere Bildkünstler stellten Frauen in einigen, bisher nur Männern vorbehaltenen Berufen und sogar als Soldatinnen dar, die den Geist der Zeit repräsentieren sollten. Hersteller und Verlage waren sich einig in dem Bemühen, das Engagement der deutschen Frauen für den Krieg sichtbar zu machen und auf diese Weise anzuerkennen.

Am äußeren Erscheinungsbild kann man feststellen, wie sehr sich allmählich das Bild der Kriegsfrauen von Vorkriegsdarstellungen elegant gekleideter, aufwendig frisierter und mit Blumen...

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