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Rollenspiele

Musikpädagogik zwischen Bühne, Popkultur und Wissenschaft- Festschrift für Mechthild von Schoenebeck zum 65. Geburtstag

Edited By Thomas Erlach and Burkhard Sauerwald

Die wissenschaftliche Musikpädagogik ist auf vielfältige Weise mit benachbarten Disziplinen vernetzt. Hinter dem Titel Rollenspiele verbergen sich 28 Grenzgänge in den Bereichen Musik und Bühne, Musikpädagogik als Wissenschaft sowie Musik und Popularität. Die wissenschaftlichen Beiträge dieses Bandes stammen sowohl von Autorinnen und Autoren des Instituts für Musik und Musikwissenschaft der TU Dortmund als auch von namhaften auswärtigen Verfasserinnen und Verfassern. Sie alle bedanken sich damit bei Mechthild von Schoenebeck für ihr jahrelanges Wirken als Professorin am größten Schulmusik-Institut des Landes.
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Das Wechselspiel von populärern und artifiziellen Aspekten in der Filmmusik zu Master and Commander: Burkhard Sauerwald

I. Handlung und filmische Darstellung

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Das Wechselspiel von populären und artifiziellen Aspekten in der Filmmusik zu Master and Commander

Burkhard Sauerwald

Artifizielle und populäre Musik standen und stehen oftmals in vielfältigen Beziehungsgeflechten. Darauf hat Mechthild von Schoenebeck in verschiedenen Arbeiten zur populären Musik hingewiesen.1 Dabei ist die Grauzone zwischen den beiden Sphären groß und vielfältig. Dieses Verwobensein von Kunst- und populärer Musik wird – das ist eine These dieses Aufsatzes – in der Filmmusik des Kinofilms Master and Commander 2 (2003, Regie: Peter Weir) thematisiert und kann als eine zusätzliche Ebene einer Deutung des Filmes dienen. Desweiteren ist Master and Commander ein interessantes Beispiel für die Verwendung barocker, klassischer und moderner Kompositionen der Kunstmusik (von Arcangelo Corelli bis Ralph Vaughan Williams) im Kontext der kommerziellen Gesetzmäßigkeiten unterworfenen (populären) Kultur des Hollywood-Kinofilms. Obgleich es sich um einen Kriegsfilm handelt, steht Musik auf der Handlungsebene des Films erstaunlich oft im Zentrum des Geschehens.

Dem Film Master and Commander liegen Romane des britischen Schriftstellers Patrick O’Brian (1914–2000) zugrunde. Insgesamt zwanzig Bücher umfasst die marinehistorische Roman-Reihe, in deren Zentrum die Figuren des britischen Marineoffiziers Jack Aubrey und des Schiffsarztes und Geheimagenten Stephen Maturin zur Zeit der Napoleonischen Kriege stehen. Auch wenn die Thematik der Werke – das Leben auf den Kriegsschiffen der Royal Navy zwischen 1800 und 18153 – eher zur Nische der Special-Interest-Themen gehört, erleben O’Brians Romane zahlreiche Neuauflagen, nicht nur im englischsprachigen Raum, sondern auch in Deutschland. Für das Drehbuch...

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