Show Less
Restricted access

Arbeitsmärkte im Wandel der Wirtschafts- und Sozialpolitik

Neue Herausforderungen und Chancen- Festschrift für Franz Egle

Series:

Edited By Carl-Heinrich Esser

Nicht nur die Rahmenbedingungen des Arbeitsmarktes, auch seine Akteure und Akquiseformen ändern sich, Beschäftigungsverhältnisse sind einem dauernden Wandel unterworfen.
Die Beiträge dieses Bandes beleuchten verschiedene Gesichtspunkte des Arbeitsmarkts: Die Autorinnen und Autoren beschäftigen sich u.a. mit der Flexibilisierung des Arbeitskräfteeinsatzes, Arbeitnehmerüberlassung, mit drohendem Fachkräftemangel, dem Aufbau von Arbeitgebermarken und aktuellen Strategien des Human Ressource Managements. Der Erhalt qualifizierten Personals sowie Aspekte des lebenslangen Lernens sind ebenso thematisiert wie das Konzept des Diversity-Management und die Fragestellung, ob das sogenannte «Normalarbeitsverhältnis» noch die Wirklichkeit für die Beschäftigten darstellt und wie der Wandel hin zu atypischen Arbeits- und Beschäftigungsformen zu bewerten ist.
Die Abhängigkeit des Arbeitsmarktes von den Finanzmärkten wird – basierend auf Länder-Querschnittsdaten analysiert, indem auf Grundlage der Werte des «Finanzreform-Index» und der Beschäftigungsentwicklung ein Ländervergleich angestellt wird.
Show Summary Details
Restricted access

Was ist eigentlich noch normal? – Ein Beitrag zu den Möglichkeiten und Grenzen einer Bewertung von Erwerbsformen

Extract

| 97 →

Was ist eigentlich noch normal? –Ein Beitrag zu den Möglichkeiten und Grenzeneiner Bewertung von Erwerbsformen

Michael Stops und Ulrich Walwei

Die Arbeitsmarktlage hat sich zuletzt spürbar verbessert, was sich in einem deutlichen Rückgang der Arbeitslosigkeit und einem Anstieg der Erwerbstätigkeit zeigt. Gleichzeitig ist aber die Beschäftigung heterogener geworden. Bestimmte Erwerbsformen wie Teilzeitbeschäftigung, befristete Beschäftigung oder auch Leiharbeit haben an Bedeutung gewonnen. Vor diesem Hintergrund hat eine Debatte um die Qualität der Beschäftigung begonnen. Diese Diskussion stützt sich zumeist auf die etablierte Kategorisierung von Erwerbsformen in „Normalarbeitsverhältnisse” und den davon abweichenden „atypischen” Beschäftigungen. Diese Begriffe sind aus dem Bemühen heraus entstanden, ein Leitbild für die Ausgestaltung eines standardisierten Arbeitsverhältnisses zu entwickeln. In vielen Studien wird die Terminologie übernommen und für Auswertungen operationalisiert. Dies ist nicht unproblematisch, denn neben einer gewissen Unschärfe der gängigen Definitionen weisen die Begrifflichkeiten nicht immer einen klaren Bezug zur Qualität von Beschäftigung auf. Daher sind die Kategorien „Normalarbeitsverhältnisse” und „atypische” Erwerbsformen nur begrenzt als Untersuchungseinheiten für Analysen zur Qualität von Beschäftigung geeignet.

Im Folgenden werden zunächst wichtige Dimensionen der Qualität von Beschäftigung diskutiert. Wir zeigen dabei auf, dass Veränderungen von Präferenzen im Erwerbs- und Lebensverlauf bisher nur eine unzureichende Rolle spielten. Zudem müssen auch dynamische Aspekte wie die Durchlässigkeit der Erwerbsformen, die Flexibilität oder auch die...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.