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Die Nutzung des Internets in der dualen Ausbildung

Eine berufspädagogische Betrachtung auf Basis empirischer Forschungsergebnisse

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Joanna Burchert and Sven Schulte

Das Internet ist überall – auch in der dualen Ausbildung. Dieses Buch fragt nach den Haltungen von Auszubildenden, Lehrkräften und Ausbildern zum WWW, verdeutlicht Spannungsfelder des Einsatzes digitaler Medien in der beruflichen Bildung und erklärt sie mit der Theorie der Entwicklungsaufgaben. Es kommen dokumentarische Interviews, Fragebogenstudien, Desk Research sowie Analysen von Internetforen zum Einsatz. Der gewählte Zugang steht für einen Paradigmenwechsel von der Technikzentrierung hin zur Fokussierung auf die Akteure und die Betrachtung (berufs-)pädagogischer, kommunikativer respektive sozialer Prozesse bei der Implementierung didaktischer Innovationen. Das Buch ist damit nicht nur für Forschende, sondern auch für Lehrende in der beruflichen Bildung interessant.
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2 Die Nutzung digitaler Medien in der Ausbildung – Ergebnisse einer qualitativen Befragung

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2.1 Einleitung

Jugendliche gelten als Pioniere in der Nutzung digitaler Medien, als „digital natives“, die neue Anwendungen einsetzen und auch mitgestalten. Tatsächlich greifen junge Menschen in Deutschland auf eine hohe Grundausstattung an Medien zurück (s. Kapitel 3). Ihr Nutzungsverhalten folgt bestimmten Erwartungen und Zielen, so z.B. der Vergesellschaftung, der Identitätsbildung und dem Lernen (s.o.; vgl. Welling 2010; v. Pape, Karnowski & Wirth 2009)6. Diese drei Facetten haben in der Phase beruflicher Ausbildung ebenfalls große Bedeutung: gerade die duale Ausbildung, in deren Rahmen Jugendliche nicht nur in der beruflichen Schule, sondern vor allem in einem Betrieb lernen, bietet neben dem Angebot, sich fachliches Wissen und Können anzueignen, auch Raum zum Annehmen einer beruflichen Identität und damit auch zu einer Verankerung in der Gesellschaft. In diesem Sinne formuliert der Philosoph Axel Honneth:

„Soziale Identität, also eine Identität als Bürger einer Gesellschaft, entwickelt sich nur dann, wenn in irgendeiner Weise Erfahrungen des sozialen Beitrags erlebt werden können. […] Ich glaube, es ist schwer, jenseits von sozialem Status und sozialer Identität eine Identität zu entwickeln“ (in Bausaure et al. 2009, S. 34 f.).

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