Show Less
Restricted access

Die Nutzung des Internets in der dualen Ausbildung

Eine berufspädagogische Betrachtung auf Basis empirischer Forschungsergebnisse

Series:

Joanna Burchert and Sven Schulte

Das Internet ist überall – auch in der dualen Ausbildung. Dieses Buch fragt nach den Haltungen von Auszubildenden, Lehrkräften und Ausbildern zum WWW, verdeutlicht Spannungsfelder des Einsatzes digitaler Medien in der beruflichen Bildung und erklärt sie mit der Theorie der Entwicklungsaufgaben. Es kommen dokumentarische Interviews, Fragebogenstudien, Desk Research sowie Analysen von Internetforen zum Einsatz. Der gewählte Zugang steht für einen Paradigmenwechsel von der Technikzentrierung hin zur Fokussierung auf die Akteure und die Betrachtung (berufs-)pädagogischer, kommunikativer respektive sozialer Prozesse bei der Implementierung didaktischer Innovationen. Das Buch ist damit nicht nur für Forschende, sondern auch für Lehrende in der beruflichen Bildung interessant.
Show Summary Details
Restricted access

4 Qualität von User Generated Content auf Foren für die Ausbildung: Analytischer Rahmen, empirische Studie und pragmatische Empfehlungen

Extract



4.1 Einleitung

Die Qualität von Medieninhalten ist ein Thema, das seit Beginn der Digitalisierung von Informationen Anlass zur Sorge bot. Insbesondere die Gefahr der Manipulation wurde hervorgehoben – Leser/innen, Fernsehzuschauer/innen und Internetuser/innen galten als passive Rezipient/innen, denen durch eine Art Nürnberger Trichter Unwissen und falsche Einstellungen eingeflößt wurden. Diese Annahme wurde durch die wissenschaftliche Wirkungsforschung wie auch durch philosophische Reflexion entkräftet (eine Übersicht der empirischen Arbeiten und Theoriebildungen findet sich bei Vollbrecht (2001, S. 99 ff.), eine philosophisch-pädagogische Grundlegung der Medienpädagogik bei Langer (2002). Der Fokus der Diskussion richtet sich nunmehr auf den sorglosen Umgang mit und Verkauf von persönlichen Daten (Bugiel u.a. 2011; Wegel u.a. 2013), internetgestützte Formen politischer Partizipation (Abold 2005, Freschi u.a. 2009) sowie die Interaktion und konkreten Inhalte auf Plattformen wie Wikipedia (z.B. http://www.cpov.de).

Die Frage, ob der von Nutzer/innen generierte Inhalt auf Internetplattformen richtig ist, gewinnt vor allem dann an Bedeutung, wenn Lernende auch in Schulen aufgefordert werden, neben bestehenden Unterrichtsmaterialien Datenquellen im Internet zu nutzen – oder wenn es gar zum Bildungsziel wird, nur noch zu lernen, wo man eine Information findet (kritisch dazu z.B. Hofer 2012). Aus berufspädagogischer Perspektive stellt sich u.a. die Frage, ob und in welcher Weise digitalisierte Inhalte das handlungsorientierte Lernen in der fachlichen Praxisgemeinschaft komplettieren oder gar ersetzen können. Ist es anzunehmen, dass die bisherige Hinwendung an die Kolleg/innen im Betrieb einer globalen Orientierung weichen wird? Welcher Anteil beruflichen Wissens wird überhaupt digitalisiert dargestellt,...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.