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Die Nutzung des Internets in der dualen Ausbildung

Eine berufspädagogische Betrachtung auf Basis empirischer Forschungsergebnisse

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Joanna Burchert and Sven Schulte

Das Internet ist überall – auch in der dualen Ausbildung. Dieses Buch fragt nach den Haltungen von Auszubildenden, Lehrkräften und Ausbildern zum WWW, verdeutlicht Spannungsfelder des Einsatzes digitaler Medien in der beruflichen Bildung und erklärt sie mit der Theorie der Entwicklungsaufgaben. Es kommen dokumentarische Interviews, Fragebogenstudien, Desk Research sowie Analysen von Internetforen zum Einsatz. Der gewählte Zugang steht für einen Paradigmenwechsel von der Technikzentrierung hin zur Fokussierung auf die Akteure und die Betrachtung (berufs-)pädagogischer, kommunikativer respektive sozialer Prozesse bei der Implementierung didaktischer Innovationen. Das Buch ist damit nicht nur für Forschende, sondern auch für Lehrende in der beruflichen Bildung interessant.
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5 Reflexion ausgewählter Web2.0-Technologien

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Dem beruflichen Lernen unter den Bedingungen digitaler Medien wird viel Potential zugesprochen; gleichzeitig liegen bisher kaum Erfahrungsberichte oder Evaluationsergebnisse vor, die auf eine überragend positive Wirkung digitaler Medien auf Kompetenzentwicklung verweisen. Ein Grund dafür kann darin liegen, dass sowohl die Medienwirkungsforschung als auch die Messung beruflicher Kompetenzen einer Reihe von Schwierigkeiten begegnen:

• So findet sich in der Medienforschung oft nur eine unzureichende Beschreibung der Treatments und Prozesse, fehlende Kontrolle der Variablen z.B. durch Pre-Tests oder Einsatz von Kontrollgruppen, ein ungeklärtes Verhältnis zwischen Experiment und Transfer in den Alltag sowie fehlende theoretische Fundierung, so dass Überschaubarkeit und Vergleichbarkeit nicht gewährleistet sind (Tulodziecki & Herzig 2004, S. 82 f., Blömeke 2003, S. 58 f.). Selbst wenn ein Effekt gefunden wird ist nicht immer klar, wie er zu deuten ist: so kann eine kurzfristige Lernkontrolle auf gute Ergebnisse hinweisen, diese können aber a) bei der Wiederholung des Experiments nicht repliziert werden („Regressionseffekt“); b) auf kurzfristigen Wissenserwerb, aber nicht immer auf nachhaltige Lernprozesse verweisen (Blömeke 2003, S. 59 und S. 70).

• Die Messung beruflicher Kompetenzen wiederum erfolgt oft mit Selbst- und Fremdeinschätzungsverfahren, deren Reliabilität und Validität unklar sind; sie beschränkt sich in der Regel auf die Abfrage von Wissen (unter Ausklammerung von Einstellungen und Fertigkeiten) und bezieht sich ebenfalls unsystematisch auf Einzelmaßnahmen und -projekte (vgl. Seeber & Nickolaus 2010).

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