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Edited By Péter Bassola, Ewa Drewnowska-Vargáné, Tamás Kispál and János Németh

Textbezogene Forschungsfragen werden im Spannungsfeld von unterschiedlichen sprachwissenschaftlichen Teildisziplinen, wie z. B. Grammatik, Pragmalinguistik, kognitive Linguistik, Lexikologie, Sprachgeschichte, Kontrastive Linguistik, Kontrastive Textologie, Text- und Diskurslinguistik, Textdidaktik, Bildlinguistik und Übersetzungstheorien in den einzelnen Beiträgen dieses Bandes behandelt und diskutiert. Eine solche Ausrichtung bedeutet bereits innerhalb der Sprachwissenschaft eine gegenseitige interdisziplinäre Bereicherung, welche durch das Heranziehen der germanistischen Literaturwissenschaft und der Rechtswissenschaft an die Diskussion um diverse Text-Fragen für die moderne Textforschung nur von Gewinn sein kann. Demzufolge sind hier über das engere sprachwissenschaftliche Fachgebiet hinaus literatur- und rechtswissenschaftliche Beiträge ebenfalls vertreten.
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Persuasion und politische Kommunikation. Zwischen Anpassung und „seriöser Radikalität“ in NPD-Redetexten

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Heinz-Helmut Lüger

Universität Koblenz-Landau

Persuasion und politische Kommunikation.

Zwischen Anpassung und „seriöser Radikalität“ in NPD-Redetexten

Abstract

Persuasion bzw. Persuasivität ist ein herausragendes Merkmal politischer Kommunikation. Gerade öffentliches Sprachhandeln zielt darauf ab, bestimmte Wirkungen insofern zu erreichen, als Einstellungen, Motivationen, Wissensvoraussetzungen auf seiten der Adressaten verändert oder bestätigt werden sollen. Natürlich sind solche Effekte in der Regel nicht direkt erreichbar; sie setzen, je nach vorliegendem Zweck, den Einsatz spezieller Mittel, Verfahren oder Strategien voraus – von daher wird einschränkend oft auch nur von „Bewirkungsversuchen“ gesprochen (von Polenz 1985). Die sprachliche Seite werbender Intentionalität ist in der Sprachwissenschaft bereits mehrfach und an unterschiedlichsten Kommunikationsbeispielen analysiert worden und hat, besonders seit den 1960er Jahren, eine intensive, auch methodologische Diskussion erfahren (vgl. Dieckmann 1969, Eroms 1974). Dieser Debatte soll mit dem vorliegenden Beitrag kein neues Kapitel hinzugefügt werden. Im Vordergrund steht vielmehr die Betrachtung politischer Reden, wie sie die aktuelle Auseinandersetzung mit rechtsextremen Tendenzen in Deutschland prägen. Dabei sollen nicht nur einzelne Verfahren zum Aufbau von Gruppenbewußtsein und von Feindbildern zur Sprache kommen (Pörksen 2000), sondern ebenso diverse makrostrukturelle Aspekte, die die Handlungsstruktur persuasiven Sprachgebrauchs charakterisieren.

1 Persuasion und Akzeptanzwerbung

Um die Wirksamkeit politischer Reden zu erhöhen, steht den Textproduzenten nicht zuletzt ein ganzes Spektrum sprachlicher, para- und extrasprachlicher Maßnahmen zur Verfügung. Zu nennen wären dabei all die Verfahren, mit...

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