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Edited By Péter Bassola, Ewa Drewnowska-Vargáné, Tamás Kispál and János Németh

Textbezogene Forschungsfragen werden im Spannungsfeld von unterschiedlichen sprachwissenschaftlichen Teildisziplinen, wie z. B. Grammatik, Pragmalinguistik, kognitive Linguistik, Lexikologie, Sprachgeschichte, Kontrastive Linguistik, Kontrastive Textologie, Text- und Diskurslinguistik, Textdidaktik, Bildlinguistik und Übersetzungstheorien in den einzelnen Beiträgen dieses Bandes behandelt und diskutiert. Eine solche Ausrichtung bedeutet bereits innerhalb der Sprachwissenschaft eine gegenseitige interdisziplinäre Bereicherung, welche durch das Heranziehen der germanistischen Literaturwissenschaft und der Rechtswissenschaft an die Diskussion um diverse Text-Fragen für die moderne Textforschung nur von Gewinn sein kann. Demzufolge sind hier über das engere sprachwissenschaftliche Fachgebiet hinaus literatur- und rechtswissenschaftliche Beiträge ebenfalls vertreten.
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Lexikalische Determination vs. kontextuelle Spezifikation. Sprachkontrastive und -typologische Perspektivierung eines nominalen Klassifikationssystems

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György Scheibl

Szeged

Lexikalische Determination vs. kontextuelle Spezifikation.

Sprachkontrastive und -typologische Perspektivierung eines nominalen Klassifikationssystems

Abstract

Nominale Prädikate des Deutschen oder anderer Sprachen können aufgrund ihrer lexikalischen Eigenschaften in die Numerusklassen Individuativa, Massennomina, Kollektiva und dergleichen eingeteilt werden. Untersucht werden soll hier die Transposition, d.h. die semantischen und formalen Beziehungen zwischen nominalen Lexemen unterschiedlicher Numerusklassen. Danach kann der formale Apparat der Transposition sprachkontrastiv und typologisch skizziert werden, mit dem Ziel der typologischen Perspektivierung eines nominalen Klassifikationssystems. Auf den Begriffen Numerusklasse und Transposition aufbauend soll dadurch ein nominales Klassifikationssystem des Deutschen (oder anderer Sprachen) erstellt werden.

1 Einführung und Zielsetzung

Dieser Beitrag beschäftigt sich mit der semantischen Klassifikation nominaler Prädikate im Deutschen und in anderen Sprachen. Dabei wird aus der grundlegenden semantisch motivierten Einteilung der nominalen Lexeme in Individuativa, Massennomina, Kollektiva und dergleichen ausgegangen. Diese Klassifikation nenne ich Numerusklasse. Darauf folgend wird der Begriff Transposition eingeführt. Damit sollen die semantischen und formalen Beziehungen zwischen nominalen Lexemen unterschiedlicher Numerusklassen expliziert werden. Drittens wird für den Sprachvergleich der formale Apparat der Transposition sprachkontrastiv skizziert. Schließlich wird eine typologische Perspektivierung des präsentierten nominalen Klassifikationssystems vorgenommen, und gezeigt, wie auf dem Begriff Transposition aufbauend ein nominales Klassifikationssystem des Deutschen (oder anderer Sprachen) erstellt werden kann.

Nach der Klärung einiger relevanter Grundbegriffe werden in Abschnitt 2 die fürs Deutsche definierbaren Relationen zwischen den Numerusklassen untersucht....

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