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Kinder- und Jugendliteraturforschung international

Ansichten und Aussichten- Festschrift für Hans-Heino Ewers

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Gabriele von Glasenapp, Ute Dettmar and Bernd Dolle-Weinkauff

32 Autorinnen und Autoren reflektieren die internationale Verankerung, die theoretisch-methodische Ausdifferenzierung und das Forschungsinteresse an Geschichte und Gegenwart der Kinder- und Jugendliteratur. Sie beschäftigen sich in vier Schwerpunkten mit der Theorie, der Übersetzungs- und Rezeptionsgeschichte, mit kinder- und jugendliterarischen Medien sowie in zahlreichen Einzelstudien mit Gattungen, Formen und Themen historischer wie aktueller Kinder- und Jugendliteratur und -medien. Der Band ist Hans-Heino Ewers gewidmet, der in seiner über 25-jährigen Lehr- und Forschungstätigkeit maßgeblich zur theoretisch-systematischen Fundierung dieser vergleichsweise jungen Fachdisziplin beigetragen und wesentliche Impulse für die weitere Forschung gegeben hat.
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Vorwort

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„Wie muss ein gutes Kinderbuch sein? Wenn du mich fragst, so könnte ich dir nach reiflicher Überlegung nur antworten: Es muss gut sein.“ So antwortete Astrid Lindgren in Kleines Zwiegespräch mit einem künftigen Kinderbuchautor, abgedruckt im Sammelband Das entschwundene Land (1977), auf eine Frage, die nicht nur Autorinnen und Autoren, sondern auch Kinderliteraturwissenschaftlern und –innen bis heute immer wieder gerne gestellt wird. Hans-Heino Ewers würde vermutlich nach reiflicher Überlegung zu einer längeren Antwort ansetzen, und zwar nicht, weil er das Rezept für das gute Kinderbuch gefunden hätte, sondern weil es ihm in seinen theoretisch-systematischen Arbeiten darum geht, die Gründe zu erschließen, unter denen in den jeweiligen historischen, gesellschaftlichen, kulturellen und institutionellen Kontexten Kinder- und Jugendbücher für gut befunden werden.

Die Konzepte, Beschreibungsschemata und Begriffe, die er im Laufe der letzten Jahrzehnte entwickelt hat, um die Besonderheiten des Gegenstands und insbesondere die Charakteristika kinder- und jugendliterarischer Kommunikation zu erfassen, sind längst in den Sprachgebrauch der Kinderliteraturforschung eingegangen: die Differenzierung in Handlungs- und Symbolsystem, Mehrfachadressierung und Doppelsinnigkeit bilden seither zentrale Bezugspunkte der weiteren Diskussion. Ewers’ grundlegende Arbeiten zur Kinder- und Jugendliteratur haben für die Forschung Standards gesetzt, sie sind zugleich Ausdruck nicht nur der langjährigen Beschäftigung mit dem Gegenstand, sondern reflektieren auch den Stand der jüngeren Kinderliteraturforschung. Diese hat sich nach der Konzentration auf die bibliographische Erfassung ihres Gegenstandes und dessen historischer Erschließung, an der Ewers ebenfalls in maßgeblicher Weise beteiligt war,...

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