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Kinder- und Jugendliteraturforschung international

Ansichten und Aussichten- Festschrift für Hans-Heino Ewers

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Edited By Gabriele von Glasenapp, Ute Dettmar and Bernd Dolle-Weinkauff

32 Autorinnen und Autoren reflektieren die internationale Verankerung, die theoretisch-methodische Ausdifferenzierung und das Forschungsinteresse an Geschichte und Gegenwart der Kinder- und Jugendliteratur. Sie beschäftigen sich in vier Schwerpunkten mit der Theorie, der Übersetzungs- und Rezeptionsgeschichte, mit kinder- und jugendliterarischen Medien sowie in zahlreichen Einzelstudien mit Gattungen, Formen und Themen historischer wie aktueller Kinder- und Jugendliteratur und -medien. Der Band ist Hans-Heino Ewers gewidmet, der in seiner über 25-jährigen Lehr- und Forschungstätigkeit maßgeblich zur theoretisch-systematischen Fundierung dieser vergleichsweise jungen Fachdisziplin beigetragen und wesentliche Impulse für die weitere Forschung gegeben hat.
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Autoren, Werke und Tendenzen der ungarischen Kinder- und Jugendliteratur: Sarolta Lipóczi

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Der vorliegende Beitrag strebt einen Abriss der Entwicklungslinien der ungarischen Kinder- und Jugendliteratur an. Dabei werden ausgewählte Autorinnen, Autoren und Werke, die einen Trend oder eine bestimmte Epoche der Geschichte der ungarischen Kinder- und Jugendliteratur repräsentieren, ohne Anspruch auf Vollständigkeit berücksichtigt.

Historische Kinderbücher

Über die historischen Kinderbücher in Ungarn gibt die 1934 erschienene Bibliographie Régi magyar gyermekkönyvek (1538 – 1875) (dt.: Alte ungarische Kinderbücher) von Pál Drescher einen ausführlichen Überblick. Mit Blick auf den Zeitraum von 1711 bis 1785 ist festzustellen, dass die Deutschsprachigkeit für die ungarische Kinderliteratur eine grosse Rolle gespielt hat. Nach Pál Drescher ist die Proportion der – in der von ihm untersuchten Zeit – im Original in ungarischer Sprache erschienenen Kinderbücher unter 50%, während 13% der Kinderbücher deutschsprachige Werke sind. Es gibt eine Reihe von Autoren und Autorinnen, deren Bücher gleichzeitig auf deutsch und in ungarischer Übersetzung publiziert worden sind. Vor allem muss man hier die im Sinne der philantropischen Pädagogik für Jugendliche geschriebenen Bücher von Jacob Glatz (1785-1851) erwähnen. Die frühen Kinderbücher hatten oft religiösen Charakter und waren hauptsächlich von der Intention der moralischer Belehrung getragen. Die Deutschsprachigkeit ist – wie bekannt – mit den historischen Kontakten Ungarns zu der Habsburgermonarchie zu erklären.

Während im 19. Jahrhundert bei der Aristokratie das Französische verbreitet war, so dominierte im städtischen Bürgertum, vor allem in Budapest, bis...

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