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Das II. Vatikanische Konzil und die Wissenschaft der Theologie

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Edited By Ansgar Kreutzer and Günther Wassilowsky

Mit der Erinnerung an das II. Vatikanische Konzil ist eine Besinnung auf das funktionierende Zusammenspiel von kirchlichem Lehramt, wissenschaftlicher Theologie und gesellschaftlicher Öffentlichkeit verbunden. Diesen Zusammenhängen von Konzil und Theologie im Kontext ihrer gesellschaftlichen Herausforderungen ist dieser Sammelband gewidmet, der auf eine im Sommersemester 2012 an der Katholisch-Theologischen Privatuniversität Linz (KTU) gehaltene Ringvorlesung zurückgeht. Während zahlreiche inhaltliche Auseinandersetzungen mit dem Konzil eher auf seine Dokumente oder Grundthemen abheben, bildet hier das Interaktionsverhältnis von Konzils- und theologischem Reflexionsgeschehen das übergreifende Formalobjekt: Wie haben sich Theologie und Konzil wechselseitig beeinflusst? Welche Kontinuitäten und Brüche bedeutete das Konzil für die einzelnen theologischen Teilfächer? Und was ist der spezifische Beitrag der theologischen Reflexion zum kulturellen Gedächtnis des Konzils in der Kirche – auch im Sinne seiner Aktualisierung?
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Vom Dogma zum Dialog Der fundamentaltheologische und

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Vom Dogma zum Dialog.1Der fundamentaltheologische und dogmatische Paradigmenwechsel des Zweiten Vatikanischen Konzils

Hanjo Sauer und Franz Gruber

Nicht nur wurde auf Konzilien selbst um die Wahrheit des Glaubens gerungen, sondern ebenso um die Bedeutung dieser Konzilien für die Kirche, um ihre Rezeption und ihre Wirkungsgeschichte. Dafür lässt sich ein bezeichnendes Beispiel anführen: Der erste Geschichtsschreiber des Konzils von Trient, Paolo Sarpi (1552–1623), Angehöriger des Servitenordens, dessen späterer Generalprokurator in Rom und theologischer Berater der Republik Venedig gegen Papst Paul V., beginnt seine „Istoria del Concilio Tridentino“2 mit drei Fragen:

„1)  Wie kam es, dass dieses Konzil ersehnt und betrieben, um die zerfallende Einheit der Kirche wiederherzustellen, im Gegenteil die Spaltung begründete und die Parteien so erbitterte, dass ihre Versöhnung unmöglich wurde?

2)  Wie war es möglich, dass die Absicht der Fürsten, mit seiner Hilfe [also der Hilfe des Konzils, Verf.] den Klerus zu reformieren, vereitelt wurde, und dass das Streben der Bischöfe, ihre großenteils auf den Papst übergegangene Autorität wiederzugewinnen, zum völligen Verluste dieser Autorität geführt […] hat?

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