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Ethik und Therapieangebote auf Palliativstationen

Eine Interviewstudie mit betroffenen Patienten

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Janina Grimsel

In Deutschland wird die palliativmedizinische Versorgung weiter ausgebaut. Zur Evaluation dieser Angebote ist die Perspektive von Betroffenen unverzichtbar. Die Studie widmet sich dem fachlichen und ethischen Konzept von Palliativstationen und analysiert deren Bewertung aus Patientensicht. Patienten wurden zu ihren Erwartungen und Erfahrungen befragt und die Antworten mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet. Das Konzept der Palliativstation wird größtenteils positiv bewertet. Behandlungsziel ist in der Regel die Entlassung nach Hause, wofür eine gute Symptomkontrolle Voraussetzung ist. Ebenso waren den Patienten die persönliche Betreuung durch Ärzte und Pflegekräfte, die psychologische und seelsorgerliche Begleitung sowie spezifische Therapieangebote wichtig.
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2 Stand der Forschung

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2  Stand der Forschung

Das folgende Kapitel gibt einen Überblick über den Stand der Forschung zu den Themenbereichen, die im Rahmen dieser Studie bearbeitet werden sollten: Es beleuchtet kurz die Rolle von Patientenbefragungen im Allgemeinen und speziell in der Palliativmedizin. Näher eingegangen wird in Kapitel 2.1 auf Befragungen mit dem Ziel einer Erfolgsabschätzung bzw. zur Qualitätssicherung der palliativmedizinischen Behandlung.

Die zwei weiteren Unterkapitel beschäftigen sich mit Studien zu den Stichworten Erwartungen und Erfahrungen (2.2) sowie Zufriedenheit (2.3) von Patienten in der Palliativmedizin. Diese Stichpunkte wurden gewählt, da sich die Untersuchungsziele der vorliegenden Studie unter ihnen zusammenfassen lassen.

In den Sozialwissenschaften gehören Befragungen aller Art zu den wichtigsten Methoden der Datenerhebung77 und auch in der Medizin werden je nach Fachrichtung und Fragestellung immer wieder mit Angehörigen der Gesundheitsberufe, Patienten und ihren Angehörigen sowie der Allgemeinbevölkerung Befragungen durchgeführt. Vor allem in der Epidemiologie, der Sozialmedizin und der psychologischen Medizin werden sie eingesetzt. Aber auch in der palliativmedizinischen Forschung sind sie eine häufig verwendete Methodik. Für Deutschland spiegelt sich dies in den Veröffentlichungen in der Zeitschrift für Palliativmedizin wider. Im gesamten Erscheinungszeitraum von 1/2000 bis 3/2010 wurden Artikel zu 144 Befragungen veröffentlicht (s. Tab. 2.1).

In der Tabelle wird deutlich, dass nur ein kleiner Teil mit Patienten (24%) bzw. gleichzeitig mit Patienten und anderen Personen (9%) durchgeführt wurden und sich somit unmittelbar mit Belangen der Patienten befassen. Themen dieser...

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