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Handbuch Angewandter Dramaturgie

Vom Geheimnis des filmischen Erzählens – Film, TV und Games

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Kerstin Stutterheim

Dramaturgie hat eine lange Tradition, auch im Bereich von Film- und Fernsehen. Kenntnisse der Dramaturgie ermöglichen es, einem Werk zu seiner bestmöglichen Entfaltung zu verhelfen, ohne diesem standardisierte Grenzen einer Formatvorlage aufzuerlegen. Ebenso kann Dramaturgie die Analyse von Werken unterstützen, um künstlerische Prozesse und die Qualitäten eines Werkes erkennen und verstehen zu können. In diesem Buch wird ein Überblick über dramaturgische Grundlagen gegeben. Es werden dramaturgische Traditionen und Modelle aus der Praxiserfahrung heraus und für diese anwendbar diskutiert. Es wendet sich an Medienschaffende und Medienwissenschaftler ebenso wie an Filminteressierte.
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Praxisbasiertes Wissen der Dramaturgie

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Fünf Grundregeln

Das Wissen der Dramaturgie ergibt sich aus der Tätigkeit in der Realisation von dramatischen, narrativ-performativen Werken als auch aus der Analyse dieser Werke sowie deren Aufführung. Dramaturgisches Wissen speist sich aus rund zweitausend Jahren Tradition. Vorrangig ist dieses Wissen aus der Kenntnis um theatrale Aufführungen gespeist. Für das vorliegende Buch werden diese Kenntnisse und Grundregeln in Bezug auf die besonderen Spezifika zeitbasierter Medien überprüft, den Besonderheiten des Arbeitens im Bereich der audiovisuellen Medien entsprechend weiter entwickelt. Abgeglichen werden die hier vorgestellten Modelle und Regeln mit den Erfahrungen anderer Autor_innen, die dramaturgisches Wissen praxisbasiert reflektieren.

Unterschiede, die in der Ästhetik und damit auch der Dramaturgie des Films zu einem veränderten Zugriff auf tradierte dramaturgische Grundregeln führen, resultieren vor allem aus dem Umstand, dass nicht mehr die physische Anwesenheit des Körpers der Schauspielerinnen und eine räumliche Gebundenheit die Gestaltung der Struktur bestimmen.

Aus der Tradition narrativ-performativer Werke und ihrer Dramaturgie abstrahierend lassen sich einige grundsätzliche Regeln ableiten, die zusammenwirkend auch zeitbasierten audio-visuellen Werken Qualität verleihen und deren Wirkung bestimmen.

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