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Interkulturelle Kommunikation aus chinesischer Perspektive

Ein interdisziplinärer Ansatz

Zheng Chen

Forschungsarbeiten über Interkulturelle Kommunikation (IK) mit China sind derzeit so aktuell und wichtig wie vielleicht noch nie. Das Buch grenzt sich von den überwiegend westlich geprägten Forschungsansätzen ab. Mittels einer systematischen Kombination quantitativer (Szientometrie) und qualitativer Methoden zeichnet es eine Landkarte der IK-Forschung in China und untersucht ihre Entwicklung, ihre Konzepte und Ergebnisse. So lässt sich ein Erklärungsmodell für das chinesische Verständnis der Interkulturellen Kommunikation erstellen, das die wichtigsten Einflussfaktoren und das übergeordnete Ziel berücksichtigt. Die Ergebnisse der Arbeit können dazu dienen, das in der Forschungswelt bislang stark dominierende westliche Verständnis der IK zu erweitern und zu relativieren.
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6. Auswertung der Experteninterviews mit der qualitativen Inhaltsanalyse

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6 Auswertung der Experteninterviews mit der qualitativen Inhaltsanalyse

Kapitel 6 stellt das Praxisfeld vor und enthält eine Auswertung von Experteninterviews mithilfe der qualitativen Inhaltsanalyse. Darauf folgt die Auswertung von Interviews mit Professoren der jeweiligen Institute aus den Bereichen Kommunikationswissenschaft, Psychologie, Wirtschaftswissenschaft, Fremdsprachenwissenschaft und Erziehungswissenschaft.

6.1 Qualitative Inhaltsanalyse als Auswertungsmethode

Die Inhaltsanalyse, die erstmals in den 1920er Jahren in den USA realisiert wurde, entstand zunächst als eine quantifizierende Methode zur Analyse von Texten (vgl. Merten/Ruhrmann, 1982; Mayring, 2007:24-27). Das Verfahren der quantitativen Inhaltsanalyse wurde schon bald kritisiert, da es die variierende Bedeutung von Textelementen ignoriert. In Deutschland hat Philipp Mayring zu Beginn der 1980er Jahre das Verfahren der qualitativen Inhaltsanalyse entwickelt, das den Anspruch erhebt, sich an der Komplexität von Informationen und am Verstehen zu orientieren, aber den Vorzug der Inhaltsanalyse, theorie- und regelgeleitet vorzugehen, beibehalten hat. Mayring stützt sich dabei nicht nur auf die quantitative Inhaltsanalyse, sondern bezieht Hermeneutik, Literaturwissenschaften und Psychologie der Textverarbeitung mit ein (Mayring, 2007:24-41).

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