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Das Duale System der Berufsausbildung als Leitmodell

Struktur, Organisation und Perspektiven der Entwicklung und europäische Einflüsse

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Georg Spöttl

Der Autor untersucht das kontrovers diskutierte Thema des bundesdeutschen Systems der dualen Berufsausbildung. Zum einen erscheint das System unverzichtbar, um dem drohenden Mangel an Fachkräften in der Wirtschaft zu begegnen, zum anderen wird jedoch die duale Berufsausbildung von der anhaltenden Akademisierungswelle mehr und mehr zurückgedrängt. Zusätzlich scheint die Ausbildungsbereitschaft der Betriebe weiterhin nachzulassen, während sich alternative Formen der Erstausbildung entwickelt haben, die zum Teil in der Berufsvorbereitung zu einer internen Konkurrenz verschiedener Systemansätze geführt haben. Schließlich gilt es, vorgegebenen Maßnahmen der Europäisierung zu folgen, die sich nicht in allen Belangen als stützend für das Duale System erweisen.
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5 (Entwicklungs)potenziale im Bereich des Dualen Systems der Berufsausbildung

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5   (Entwicklungs)potenziale im Bereich des Dualen Systems der Berufsausbildung

5.1    Duale berufliche Erstausbildung vor dem Hintergrund neuer europäischer Rahmenbedingungen – Grundsätzliche Weichenstellungen

Die zukünftige gesellschaftliche, wirtschaftliche und arbeitsmarktbezogene Entwicklung geht eindeutig in Richtung einer Informations-, Wissen- und Dienstleistungsgesellschaft sowie einer „Angleichung auf kleinstem gemeinsamen Nenner“ der europäischen Bildungs- und Berufsbildungssysteme. Mit der damit verbundenen Entwicklung zur „Höherqualifizierung“ besteht die Gefahr, dass „die Berufsausbildung für nichtakademische Berufe (…) reduziert [wird, d.V.] auf eine Funktion im sozialen Netz zur Versorgung von Rand- und Risikogruppen, die – im Rahmen einer ‚college for all-Politik‘ – den Herausforderungen der Wissensgesellschaft nicht gewachsen sind“ (Rauner 2007, S. 4). Als Antwort auf diese Entwicklungen werden derzeit zwei mögliche und unterschiedliche Bildungsstrategien diskutiert, „um Jugendlichen Karrierewege im Übergang vom Bildungs- in das Beschäftigungssystem zu eröffnen:

    1.  Die Entkopplung zwischen Bildungs- und Beschäftigungssystem, im Sinne einer ‚Social demand-Politik‘ und einem daraus resultierenden Ausbau des Hochschulsystems.

    2.  Eine Ankopplung der Ausbildung an den Arbeitsmarkt über ein entwickeltes System dualer Berufsausbildung und eine hochschulische Bildung für das einschlägige Segment des Beschäftigungssystems“ (ebd.).

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