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Prostitution

Eine Begleiterin der Menschheit / A Companion of Mankind

Frank Jacob

Prostitution ist scheinbar genauso alt wie die Menschheit selbst und gilt nicht von ungefähr als das «älteste Gewerbe» überhaupt. Dieser Band versteht sich als interdisziplinäre, chronologisch sowie global umfassende Analyse des Phänomens und bietet dem Fachpublikum und dem interessierten Leser gleichermaßen eine breite Darstellung der Prostitution aus historischer, soziologischer, genderorientierter sowie kulturwissenschaftlicher Perspektive. Untersucht werden dabei die Rolle von Prostituierten in der Gesellschaft, die Rezeption des Gewerbes per se sowie die Rahmenbedingungen, unter denen sich ein solches etablieren kann.
Prostitution seems to be as old as humanity itself and is consequently not described as the «oldest profession» without cause. This anthology is an interdisciplinary, chronological and regional extensive approach to analyze the phenomenon. It provides a broad historical, sociological, cultural, and gender perspective on prostitution for the academic as well as the interested reader alike. It examines the role of prostitutes in society, the reception of the profession per se and the conditions due to which it is established.
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Nachtexpress. Eine Zeitschrift als Spiegel und Sprachrohr der deutschen Hurenbewegung

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Einleitung

Am 2. Juni 1975 wurde im französischen Lyon durch etwa 150 Sexarbeiterinnen eine Kirche besetzt. Die Frauen machten damit auf die gesellschaftliche und rechtliche Diskriminierung aufmerksam, die ihnen aufgrund ihrer Tätigkeit widerfuhr, riefen einen Streik aus und plädierten für ein solidarisches Miteinander der Kolleginnen. Im Folgenden schlossen sich in verschiedenen Ländern, u. a. in Deutschland, Gruppen von Prostituierten zusammen aus denen sich Hurenbewegungen entwickelten. In den USA gab es seit Ende der 1960er Jahre bereits erste Zusammenschlüsse von Sexarbeiterinnen.1 Sie blieben in der Öffentlichkeit lange „völlig unbekannt“2. Ebenfalls nahezu unbeachtet war, dass Sexarbeiterinnen Kämpfe um Anerkennung und Respekt führten und auch heute noch führen, in denen sie oft frauenspezifische und emanzipatorische Forderungen äußerten. Die sich selbst als „Hurenbewegung“ bezeichnende innerdeutsche Bewegung brachte ihre Forderungen u. a. mit Büchern3 und Zeitschriften in die Öffentlichkeit.

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