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Dall’architettura della lingua italiana all’architettura linguistica dell’Italia

Saggi in omaggio a Heidi Siller-Runggaldier

Edited By Paul Danler and Christine Konecny

Il presente volume in omaggio a Heidi Siller-Runggaldier, professoressa di linguistica italiana dell’Università di Innsbruck (Austria), comprende più di 40 saggi incentrati sull’architettura in senso linguistico: dopo la prima sezione sull’ architettura della lingua italiana ovvero sull’insieme delle sue variazioni a livello diacronico, diatopico, diastratico, diafasico e diamesico, segue una seconda sezione i cui contributi riguardano l’ architettura linguistica dell’Italia, ovvero la situazione linguistica in Italia e le diverse lingue minoritarie parlate sul territorio italiano (per esempio il ladino, il friulano, il sardo, il cimbro). In fondo al volume vi è una terza ed ultima sezione intitolata L’italiano nel mondo, che contiene fra l’altro contributi sull’italiano quale lingua soggetta a fenomeni linguistici panromanzi, paneuropei e internazionali.
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Namen für die Sprache Italiens

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JOHANNES KRAMER (TRIER)

1. Sprachbezeichnungen im Alltag

Heidi Siller-Runggaldier beschäftigt sich in der Romanistik vor allem mit der sprachlichen Realisierung von gedanklichen Inhalten, die die Sprecherinnen und Sprecher miteinander kommunizieren wollen, konkret mit der Wortbildung, mit Fragen der funktionalen Syntax und mit dem grammatischen Sprachenvergleich. Demgegenüber ist natürlich die Beschäfti­gung mit der “Verpackung” dieser Inhalte, also mit den Ausdrücken, die die Sprache bezeichnen, in der wir sprechen, zweitrangig, aber sie bringen doch oft die Einschätzung der Sprachverwender über ihr Kommunikationsmittel zum Ausdruck und liefern somit auch ein kulturkundliches Zeugnis. Im Folgenden möchte ich mich mit einigen Bezeichnungen beschäftigen, mit denen man im Laufe der Geschichte die Umgangssprache in Italien (Italia annonaria und Italia suburbicaria im Sinne von Diokletians Reichsreform) bezeichnete.

Im Alltag verwendet man oft gedankenlos Begriffe zusammen mit ihrem semantischen Umfeld, ohne sich über deren genaue Definition wirklich im Kla­ren zu sein. Das ist beispiels­weise bei Sprachnamen der Fall: Wir sagen von je­mandem, dass er Deutsch, Englisch, Französisch, Niederländisch oder Italienisch spricht, und wir sind uns ziemlich sicher, damit eine klare Zuordnung getroffen zu haben: Deutsch ist Deutsch, Französisch ist Französisch, Niederländisch ist Niederländisch (oder doch eher Holländisch?). Was aber unterhalb dieses Etiketts verborgen ist, interessiert uns meistens nicht. Außerdem haben wir zumindest im Unterbe­wusstsein eine Zuordnung der Sprache zur Nationalität der Sprecher parat: Wer Deutsch spricht, ist ein...

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