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Dall’architettura della lingua italiana all’architettura linguistica dell’Italia

Saggi in omaggio a Heidi Siller-Runggaldier

Edited By Paul Danler and Christine Konecny

Il presente volume in omaggio a Heidi Siller-Runggaldier, professoressa di linguistica italiana dell’Università di Innsbruck (Austria), comprende più di 40 saggi incentrati sull’architettura in senso linguistico: dopo la prima sezione sull’ architettura della lingua italiana ovvero sull’insieme delle sue variazioni a livello diacronico, diatopico, diastratico, diafasico e diamesico, segue una seconda sezione i cui contributi riguardano l’ architettura linguistica dell’Italia, ovvero la situazione linguistica in Italia e le diverse lingue minoritarie parlate sul territorio italiano (per esempio il ladino, il friulano, il sardo, il cimbro). In fondo al volume vi è una terza ed ultima sezione intitolata L’italiano nel mondo, che contiene fra l’altro contributi sull’italiano quale lingua soggetta a fenomeni linguistici panromanzi, paneuropei e internazionali.
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Standardisierung, Koineisierung und die mittelalterliche Sprachgeschichte Italiens

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MARIA SELIG (REGENSBURG)

In den letzten Jahrzehnten hat die romanistische Sprachgeschichtsschreibung zahlreiche Anregungen aus soziolinguistischen Forschungen zur modernen Sprachplanung und zu Sprachkontaktsituationen aufgenommen. Sie konnte sie fruchtbar in die Historiographie der romanischen Sprachen einbringen, übrigens gerade im Be­reich der italienischen Sprachgeschichte, die in großem Umfang von den angesprochenen Neuerungen profitierte. Im Folgenden möchte ich die Möglichkeiten, aber auch die Grenzen dieser Ansätze aufzeigen und diskutieren, auf welche Weise Modelle aus der Sprachplanung und aus der Koineisierungsforschung zu einer Neuorientierung der romanistischen Sprachgeschichtsschreibung beitragen können. Es wird mir darum gehen zu zeigen, dass die Übertragung einer Reihe von Prozessbegriffen aus der Soziolinguistik Anpassungsleistungen seitens der Sprach­ge­schichts­schreibung erfordert, andererseits aber auch dazu beitragen kann, die betreffenden Konzepte weiter zu präzisieren. In einem ersten Schritt werde ich skizzieren, welche Entwicklungsmodelle die romanistische Sprachgeschichtsschreibung aus der Standardisierungstheorie (1) und der Koineisierungsforschung (2) übernommen hat. Dann werde ich einige Forschungsansätze zur Mischsprachlichkeit der mittelalterlichen Überlieferung in Italien vorstellen (3). In einem knappen Ausblick frage ich dann, in welcher Weise eine philologisch-textzentrierte Perspektive zur Präzisierung der soziolinguistischen Prozessbegriffe beitragen kann (3).

1. Standardisierungstheorie und Sprachgeschichtsschreibung: Ausbau und Überdachung

Soweit ich überblicken kann, setzt der Rückgriff auf Begriffe aus der Sprachplanung in der Romanistik mit den Arbeiten von Žarko Muljačić ein. Muljačić rezipierte die sprachplanerischen Arbeiten von Heinz Kloss, der zur Standardisierung von “neuen germanischen Kultursprachen seit 1800” gearbeitet hatte (Kloss 1978).1 ← 165...

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