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Entlehnung oder Codeswitching?

Sprachmischungen mit dem Englischen im deutschen Printjournalismus

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Sebastian Knospe

Diese Arbeit befasst sich mit den Formen und Funktionen von Sprachmischungen zwischen dem Englischen und dem Deutschen der Gegenwart. Als Datengrundlage dient ein synchrones Pressekorpus aus 52 Ausgaben des Nachrichtenmagazins Der Spiegel, das seit den 1960ern immer wieder zu Untersuchungen zum deutsch-englischen Kontakt herangezogen worden ist. Zentrale These ist dabei, dass den journalistischen Sprachgebrauch neben etablierten lexikalischen Entlehnungen (Anglizismen) heute verstärkt auch Ad hoc-Wechsel zwischen beiden Sprachen (Codeswitches) prägen. Die Studie entwirft daher ein integratives kontaktlinguistisches Modell, das die Komplexität beider Erscheinungen der Sprachmischung aufzeigt und verdeutlicht, wie diese morphosyntaktisch integriert sowie wortbildend eingesetzt werden. Zugleich wird das besondere diskursive Potential herausgestellt, das aus der strukturellen Verwandtschaft zwischen dem Englischen und dem Deutschen erwächst.
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2 Das Englische als globale und innereuropäische lingua franca und wichtiger Kontaktkode

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2Das Englische als globale und innereuropäische lingua franca und wichtiger Kontaktkode

2.1Sprachen in Kontakt – zum Gegenstandsbereich der Kontaktlinguistik

Entgegen dem Eindruck, dass Sprachen in sich stabile und voneinander weitgehend autonome Gebilde darstellen, sind sie, metaphorisch gesprochen, zu allen Zeiten auf die oder andere Weise in Kontakte eingebunden (vgl. Bechert/Wildgen 1991: 1, de Swaan 2001, Winford 2003: 1-26). Den Ausgangspunkt dafür bilden Prozesse der sozialen Interaktion, bei denen die jeweiligen Akteure die Grenzen einer Sprachgemeinschaft überschreiten:

[…] the common denominator of any ‘contact situation of languages […]’ is the contact of human beings using the available codes in definable contact communication situations […]. Thus, the area defined as the study of language contacts concerns not „languages in contact/contacts” in the primary sense, but the human individuals in contact situations which communicate with each other.

(Zima 2007: 102, Hervorhebungen im Original)

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