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Bankertrag und Bevölkerungsdynamik

Eine empirische Untersuchung für deutsche Sparkassen

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Marco Oestmann

Diese Arbeit beschäftigt sich mit den quantitativen Auswirkungen des demographischen Wandels auf die zukünftige Ertragslage der deutschen Sparkassen. Hierzu wird ein mikroökonometrisch fundiertes Simulationsmodell genutzt, in das neben offiziellen Bevölkerungsprognosen ein neuartiger, detaillierter Datensatz von knapp 2,5 Millionen Kunden elf deutscher Sparkassen einfließt. Für verschiedene Szenarien werden aus dem Modell Prognosen der Kunden- und Ertragsentwicklung für den deutschen Sparkassensektor bis 2025 auf NUTS II-Ebene abgeleitet. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass für den Sparkassensektor insgesamt eine recht stabile Ertragssituation zu erwarten ist. Für einige Regionen, insbesondere in Ostdeutschland, ergibt sich dagegen eine existenzgefährdende Ertragserosion.
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8 Prognose der Ertragsentwicklung

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8.1 Untersuchung auf Sparkassenebene bis 2020

8.1.1 Methodische Vorüberlegungen

Im letzten Arbeitsschritt werden die Erkenntnisse der Regressionsanalyse (Abschnitt 6) und der Kundenprognose (Abschnitt 7) kombiniert, um Prognosen für die Ertragsentwicklung der einzelnen Sparkassen zu ermitteln. Ausgangspunkt der Ertragsprognose für die einzelnen Sparkassen ist dabei Generierung von repräsentativen Kunden für jede Altersklasse in jeder Untersuchungsregion, d.h. in jedem Kreis des Geschäftsgebiets. Angenommen wird dabei, dass diese repräsentativen Durchschnittskunden die Eigenschaften der jeweiligen regionalen Altersklasse, z.B. hinsichtlich Einkommen oder Anlage- und Kreditvolumina, adäquat abbilden. Für jeden repräsentativen Kunden kann dann anschließend ein zu erwartender Deckungsbeitrag ermittelt werden. Hierzu wird das in Abschnitt 6 vorgestellte Verfahren genutzt, das es erlaubt, den prognostizierten Deckungsbeitrag für einen fiktiven Sparkassenkunden zu ermitteln. Auf Basis der Regressionsergebnisse für die einzelnen Sparkassen kann so für jeden repräsentativen Kunden im Referenzjahr der erwartete Deckungsbeitrag II, wie dort exemplarisch gezeigt, berechnet werden.

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