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Interaktion im Pflegeunterricht

Begründungslinien der Interaktionistischen Pflegedidaktik

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Ingrid Darmann-Finck

Mit dem Modell der Interaktionistischen Pflegedidaktik liegt eine sowohl empirisch als auch theoretisch begründete pflegedidaktische Handlungstheorie für den Lernort Schule vor. Das Modell wird seit mehreren Jahren in der praxisnahen Curriculumentwicklung vor allem an Pflegeschulen erfolgreich eingesetzt. In diesem Buch wird das Modell einschließlich seiner Konzepte, der pflegedidaktischen Heuristik, dem Konzept der beruflichen Schlüsselprobleme und dem Konzept zur Entwicklung von bildungsermöglichenden «Lerninseln», ausführlich vorgestellt. Außerdem werden die empirischen und bildungs- sowie pflegetheoretischen Grundlagen des Modells erörtert. In der Sicherstellung von Bedingungen wechselseitiger Anerkennung der Akteure im Unterricht wie in der Pflege besteht der normative und zugleich kritische Maßstab des Modells.
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2. Forschungsstand zur unterrichtlichen Interaktion

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2.   Forschungsstand zur unterrichtlichen Interaktion

Um eine empirische Grundlage für die Entwicklung einer empirisch fundierten pflegedidaktischen Handlungstheorie zu gewinnen, wird in diesem Kapitel zunächst der Forschungsstand zur Interaktion im Unterricht erhoben. Empirische Untersuchungen zum Unterrichtsgespräch bzw. zur unterrichtlichen Interaktion wurden bereits seit den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts mit unterschiedlichen Interessen und wissenschaftstheoretischen Zugängen unternommen. Im folgenden Kapitel wird ein Überblick über die zentralen Fragestellungen und Ergebnisse, die aus diesen unterschiedlichen Zugängen resultieren, gegeben, um vor diesem Hintergrund das eigene Forschungsdesign begründen zu können.

Naujok/Brandt/Krummheuer (2004) unterscheiden zwischen Studien, die sich einem statischen Interaktionsbegriff zuordnen lassen, und Studien, die auf einem interaktionistischen Verständnis unterrichtlicher Interaktion beruhen. Das folgende Kapitel beginnt dementsprechend zunächst mit einer Erörterung der Ergebnisse der empirisch-analytischen Forschung zur Unterrichtsinteraktion (statischer Interaktionsbegriff) (2.1). Die sich anschließende Präsentation der Ergebnisse der interpretativen Unterrichtsforschung wird mit Bezug auf Breidenstein (2002) differenziert in die mikrosoziologische Untersuchung der Unterrichtskommunikation (2.2), worunter auch gesprächsanalytische Studien fallen, die fallrekonstruktive Analyse der Strukturen des Lehrerhandelns (2.3) und die (fach-)didaktisch motivierte Interpretation von Unterricht (2.4). Exemplarisch werden in Kapitel 2.4. Untersuchungen aus der Mathematik- und der Politikdidaktik referiert. Die mathematikdidaktischen Arbeiten waren für die vorliegende Arbeit sowohl hinsichtlich des zugrunde liegenden interaktionistisch-konstruktivistischen Lernbegriffs als auch der verwendeten Forschungsmethode wegweisend, so dass sie entsprechend ausführlicher vorgestellt werden. Die Politikdidaktik wurde ausgewählt, weil in der Politik wie in der Pflege Werte und Normen eine wesentliche Rolle spielen...

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