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Exil und innere Biographie

Der Komponist Erich Itor Kahn in seinen Briefen

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Kathrin Massar

Erich Itor Kahn (1905-1956), einer der Protagonisten der musikalischen Moderne im Frankfurt der Weimarer Republik, wird in der Exilforschung oft als typisches Beispiel für eine durch die nationalsozialistische Verfolgung und durch die Flucht ins Exil abgebrochene Komponistenkarriere genannt. Dieses Buch ergänzt den Blick auf die äußeren, politisch-historischen Bedingungen der Biographie Kahns um die bislang unbekannte Binnensicht des Komponisten: Auf der Basis von 180 Briefen und gestützt auf Konzepte und Methoden der historischen Anthropologie und der Soziologie, unternimmt die Autorin eine Rekonstruktion der inneren Biographie des Komponisten. Es zeigt sich, dass Kahn selbst seinen Lebensweg überraschend anders sah: als professionelles und künstlerisches Zu-sich-selbst-Finden im Exil.
Inhalt: Erich Itor Kahn: Ein typischer Exilkomponist? – Exil oder Emigration? Konsequenzen eines Perspektivwechsels – «From the native’s point of view»: Konzept einer inneren Biographie – Die Grounded Theory-Methode in der Musikbiographik – Briefanalyse: Der Komponist in Frankfurt am Main, Paris und New York.