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Altersdiskriminierung durch Altersgrenzen

Auswirkungen der Antidiskriminierungsrichtlinie 2000/78/EG auf das deutsche Arbeitsrecht

Martin Lüderitz

Beschäftigte werden im Erwerbsleben aufgrund ihres Alters ungleich behandelt. Daher befasst sich diese Arbeit mit dem neuen Diskriminierungsverbot wegen des Alters nach der Richtlinie 2000/78/EG. Der Autor prüft die europarechtliche Zulässigkeit von Altersgrenzen bei der Einstellung, von Beschäftigungsbedingungen, die an Altersbarrieren anknüpfen, und von Altersgrenzen bei der Beendigung der Beschäftigung. Die künftigen Rechtfertigungsmöglichkeiten individual- und kollektivvertraglicher Altersgrenzen von 65 Jahren werden detailliert untersucht. Der Vergleich mit der bisherigen Rechtslage zeigt die erheblichen Auswirkungen auf die künftige Möglichkeit der Gestaltung von arbeitsrechtlichen Altersgrenzen. Abschließend wird der Weg zur Umsetzung des Altersdiskriminierungsverbots durch ein Antidiskriminierungsgesetz vorgestellt. Die Vorgaben der Richtlinie geben dabei einen Ausblick auf die künftige Rechtsentwicklung.
Aus dem Inhalt: Altersgrenzen in der arbeitsrechtlichen Praxis – Zulässigkeit von Altersgrenzen nach der Richtlinie 2000/78/EG bei der Einstellung, während der Beschäftigung und bei der Beendigung des Anstellungsverhältnisses – Vereinbarkeit einschlägiger arbeitsrechtlicher Normen mit den Vorgaben der Richtlinie – Künftige Rechtfertigungsmöglichkeiten individual- und kollektivvertraglicher Altersgrenzen von 65 Jahren – Vorgaben für die Umsetzung in nationales Recht – Der Entwurf eines Antidiskriminierungsgesetzes (ADG).