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Lernen mit Comenius

Rückrufe aus den geschichtlichen Anfängen europäischer Pädagogik

Heidemarie Gamm

Mit Comenius soll eine entscheidende Figur aus der Frühgeschichte europäischer Pädagogik mit der Befindlichkeit heutiger Generationen in Verbindung gebracht werden, um damit wenig beachtete Grundlagen der Menschenbildung neu zu verdolmetschen. Genutzt wird die historisch-hermeneutische Methode und auf den realgeschichtlichen Hintergrund unserer Epoche bezogen. Das fundamentale Verständnis des Christentums, wie es Comenius kennzeichnete und in immer neuen Varianten jahrzehntelang vortrug, bietet besondere Schwierigkeiten der gedanklichen Einfügung in eine Epoche, deren Skeptizismus unabweisbar ist. Denken auf den Bahnen von Comenius führt schließlich in Bereiche, in denen deutlich zu werden vermag, wie die Menschheit, sofern sie gemeinsam überleben will, sich zu einem Gesamtverständnis ihres universalen Auftrags voranzuarbeiten hat.
Aus dem Inhalt: Schwerpunkte des aufgeklärten Denkens, die im 21. Jahrhundert allgemein gelten, exemplarisch durchmustert und im Horizont comenianischer Argumentation erörtert – Anregungen, die Grundwertediskussion von heute in Beziehung zu einer Epoche neu zu lesen, die ungemeine Schwierigkeiten hat, mit dem Globalismus der eigenen Zeit fertig zu werden.