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«Einer Kunst- und Tugendliebenden Jugend verehrt»

Die Bild-Text-Kombinationen in den Neujahrsblättern der Burgerbibliothek Zürich von 1645 bis 1672

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Martina Sulmoni-Riatsch

Die Burgerbibliothek Zürich wurde 1629 gegründet und ging 1631 in die Hände des Staates über, der durch die Bibliothek die Wissenschaften fördern wollte. 1645 gab der Bibliotheksrat der Burgerbibliothek ein Neujahrsblatt heraus, das den Kindern der Stadtbürger verteilt wurde. Daraus entstand die Tradition der Neujahrsblätter der Burgerbibliothek, die bis 1939 gepflegt wurde.
Die Neujahrsblätter sind als Machtinstrumente des Staates einmalige Zeitzeugen von besonderer Bedeutung und geben Aufschluss über theologische, politische, soziale und historische Gegebenheiten der Zeit.
Diese Arbeit analysiert 15 ausgewählte Blätter aus den Jahren 1645 bis 1672, die alle vom renommierten Künstler Conrad Meyer und dem ebenso bekannten Dichter und Theologen Johann Wilhelm Simler geschaffen wurden. Diese Blätter sind von besonderer Bedeutung, da die beiden Autoren erstmals die Kombination von Text und Bild zu erbaulichen Zwecken einsetzten. Ziel dieser Untersuchung ist es, den Begriff der Erbauung näher zu beschreiben und damit die Funktion jedes einzelnen dieser Blätter genau zu definieren.
Aus dem Inhalt: Geschichte der Neujahrsblätter der Burgerbibliothek Zürich – Erbauliche illustrierte Neujahrsblätter – Funktion der Burgerbibliothek Zürich – Neujahrsblätter und Sittenmandate – Sozialdisziplinierende Funktion der Neujahrsblätter – Das protestantische Arbeitsethos in den Neujahrsblättern – Beziehung zwischen Staat und Kirche im Zürich des 17. Jahrhunderts – Dogmatik des 17. Jahrhunderts – Hauptkapitel der Dogmatik in den Neujahrsblättern: Prädestination, Heiligung, Sünde, Selbsterkenntnis, ethische Erneuerung, Perseveranz, Providenz und Busse.