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Parallelimporte und der Pharmamarkt

Eine wohlfahrtsökonomische Analyse unter besonderer Berücksichtigung der Schweiz

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Guido Barsuglia

Aus der Sicht der Konsumenten sind Preise für Güter und Dienstleistungen immer zu hoch. Aus der Sicht der Produzenten sind sie immer zu tief. Der Wettbewerb sorgt in der Regel dafür, dass keine der beiden Seiten ihr unterschiedliches Preisinteresse übermächtig durchsetzen kann und die Gesamtwohlfahrt maximiert wird. Doch was passiert, wenn Wettbewerb staatlich eingeschränkt wird? Was passiert mit der Gesamtwohlfahrt, wenn einem Produzenten in verschiedenen Ländern eine Monopolstellung verliehen wird (Patent) und sich diese Länder zudem strikt voneinander abschotten (Parallelimportverbot)? Welche Rolle spielen hierbei nationale Höchstpreisregulierungen?
Diesen Fragen wird in diesem Buch nachgegangen. Im Zentrum steht dabei ein typischer patentgeschützter Markt, der Pharmamarkt. Die mehrstufige Analyse zeigt, dass ein Aufheben des Parallelimportverbots zwar wohlfahrtssteigernd sein kann, jedoch weder zur effizientesten noch zur zweiteffizientesten Lösung führt. Darüber hinaus werden in diesem Buch juristische und ökonomische Parallelimportgrundlagen erarbeitet und ein simpler Implementierungsweg für Ramsey Preise auf einem globalen Pharmamarkt vorgestellt.
Aus dem Inhalt: Pharma- und Gesundheitsmarkt – Auswirkungen von Parallelimporten patentgeschützter Arzneimittel modelltheoretisch und empirisch dargestellt – Nationale Wohlfahrt versus Weltwohlfahrt – Auswirkungen auf den Pharmaproduzenten – Höchstpreisregulierung – Regulierung und Deregulierung eines unvollkommenen Marktes – Implementierung von Ramsey Preisen durch den Vogelsang-Finsinger Mechanismus als mögliche Second Best Lösung – Beispiel Schweiz – Lineare versus nichtlineare Nachfrage – Methodische Probleme des Arzneimittelpreisvergleichs.