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Portrait und Menschenbild in der koreanischen Photographie: Ein Vergleich mit Deutschland

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Mi-Suk Um

Diese Studie untersucht das Portrait und Menschenbild in der koreanischen Photographie. Um die zugrundeliegenden ästhetischen Leitvorstellungen und sozialen Funktionen herauszuarbeiten, findet ein Vergleich mit entsprechenden Entwicklungen und Bedingungsfaktoren in Europa und in Deutschland statt. Politik und Kultur waren in beiden Ländern aufs engste verwoben. Erst in einer Zeit von Kriegen und revolutionären gesellschaftlichen Umbrüchen, d. h. in Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg (Weimarer Republik) und in Korea nach der Befreiung von japanischer Besatzungsherrschaft und nach dem Koreakrieg, konnte sich die Photographie als künstlerisches Ausdrucksmittel etablieren und auch eine Vielfalt an Veränderungen und neuen Bedeutungen in der Bildenden Kunst hervorbringen. Für beide Länder bildeten diese Umbruchszeiten eine der schöpferischsten und experimentierfreudigsten Epochen ihrer photographischen Geschichte. Zu den wichtigsten Charakteristika der Photographie gehören, dass sie von allen Schichten der Gesellschaft gleichermaßen akzeptiert wird und dass sie die Beziehung zwischen Individuum und Gesellschaft reflektieren kann. Dies gilt in besonderer Weise für die Portraitphotographie, die in dieser Untersuchung im Mittelpunkt steht.
Aus dem Inhalt: Portrait und Menschenbild in der koreanischen Kunst: ein Vergleich mit Europa – Die theoretischen Wurzeln der photographischen Ästhetik in Europa und Korea – Portrait und Menschenbild in der koreanischen Photographie: ein Vergleich mit Deutschland – Funktion und Rezeption der Portraitbilder in der Photographie – Die Portraitphotographie in der Gesellschaft Deutschlands und Koreas – Die Rezeption des Portraits in der Photographie – Die Stellung der Photographen in der Gesellschaft und der Kunst – Der Einfluss von Krieg und gesellschaftlicher Umwälzung auf die Portrait- und Menschenbilder in der deutschen und koreanischen Photographie des 20. Jahrhunderts.