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Christian Manger (1770-1830)

Ein nassauischer Prediger aus der Zeit der Spätaufklärung

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Joachim Ufer

Christian Manger (1770-1830), nassauischer Pfarrer und Dekan, hinterließ eine Sammlung von über 1500 handschriftlichen Predigten, die vor, während und nach den napoleonischen Kriegen entstanden. Neben dem Interesse an den Zeit- und Lebensumständen ihres Verfassers regen die Predigten vor allem die Frage nach seinem theologischen Standpunkt an. Um vergleichbare Analyseeinheiten zu gewinnen, stehen die Festtags- und Kasualpredigten im Mittelpunkt des Interesses. Als Leitelemente der homiletischen Analyse dienen die Fragen nach der Tektonik der Predigten, der Predigtintention und der theologischen Topoi in den jeweiligen Predigtgenera. Im Zuge der Untersuchung gibt sich Christian Manger als nassau-oranischer Patriot und Pazifist, später als ein Anhänger der Nassauischen Union von 1817 sowie als Supranaturalist zu erkennen, der der Katechismusfrömmigkeit Salomon Morfs nahesteht.
Inhalt: Studium Mangers an der Hohen Schule Herborn (1786-1793) und Pfarrdienst in Hadamar, Haiger, Kaub, Langenschwalbach (Bad Schwalbach) und Nassau an der Lahn – Prinzipien, Formen und gottesdienstlicher Rahmen der Predigten Mangers – Die Verkündigung in den Festtags- und Kasualpredigten – Zeitbezüge – Die Verkündigung im Vergleich mit zwei zeitgenössischen Katechismen – Manger als Supranaturalist.