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Wider die Repräsentation

Präsens/z Erzählen in Literatur, Film und Bildender Kunst

Series:

Tanja Prokic, Anne Kolb and Oliver Jahraus

Noch nie war so viel Gegenwart wie heute! Tagtäglich und jederzeit, immer wieder und vor allem jetzt kann man diese Diagnose bestätigt finden. Doch auch wenn noch nie so viel Gegenwart wie heute ist, so war doch Gegenwart schon immer. Die Frage nach Gegenwart, Präsens und Präsenz, so zeigen es die Beiträge dieses Bandes, wird zu einer Herausforderung und zu einer Provokation der Geistes- und Kultur-, der Literatur- und der Medienwissenschaften. Wider die Repräsentation erprobt, nach dem in der neueren Literaturtheorie eingeläuteten Ende des «Zeitalters der Repräsentation» (Jean-Luc Nancy), eine Auseinandersetzung mit der Gegenwärtigkeit von Literatur, Film und Bildender Kunst, die mit dem Konzept und der Praxis des Präsens/z Erzählens zu einem neuen ästhetischen Erleben führt.
Inhalt: Oliver Jahraus: Geleitwort: Gegenwart als Provokation der Geistes- und Kulturwissenschaften – Anne Kolb/Tanja Prokić: Be, Now, Here: Präsens/z-Präsentationen wider die Repräsentation – Frank Habermann: Zu einer Poetologie der Präsenz. Theorie - Metaphysik - Unsagbarkeit – Michael Preis: Was sich dem Klassischen entzieht - Zur Entstehung einer Epoche der Präsenz – Carola Gruber: «Wie die Zeitung schreibt». Präsenz medialer Erzählmuster in Kürzestgeschichten von Thomas Bernhard und Ror Wolf – Silvia Tiedtke: Präsenz der Immanenz und Präsenz der Absenz in Rainer Maria Rilkes Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge – Friederike Knüpling: «Jedes Mal, wenn ich den Namen ‘Joe Louis’ höre, fängt meine Nase an zu bluten.» - Präsenz als Thema und Qualität von Joyce Carol Oates’ On Boxing – Bernd Schneid: Der Selbstmord des schreibenden Samurai - Präsenz durch Absenz in Vladimir Nabokovs Das Modell für Laura – Anne Kolb: Lachen. Zur Präsentierung des Präsens bei Kafka, Beckett und Bataille – Nina Heiß: Der Film als präsentische Kunst par excellence? Versuch einer Neukonzeption aus medientheoretischer Sicht – Alexander Schlicker: Voir/Décevoir oder: Vom Erscheinen des Zwischenraums - Überlegungen zu einem Begriff der Präsenzeffektivität medialer Körperräume in Godards Détective – Benedikt Steierer: «Deine Welt ist nicht real!» Überlegungen zu Traum - Bewusstsein - Film und zur filmischen Produktion von Präsenz in Christopher Nolans Inception – Tanja Prokić: Amour fou als Schule des MehrGenießens. Produktions- und rezeptionsästhetische Verfahren der Präsens/z-Evokation am Beispiel des Amour-fou-Films – Karin Koschkar: Gegenwartsintensivierung - Kunstbetrachtung als Präsenzerfahrung. Überlegungen zu medialer und synästhetischer Reizüberflutung.