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Liberalismus im Rheinland

Voraussetzungen und Ursprünge im Zeitalter der Aufklärung

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Thomas Theuringer

Immer wieder wurden die katholischen Rheinlande zu den rückständigsten Gebieten des Alten Reiches gezählt. Dennoch hat sich hier im Laufe des 19. Jahrhunderts der Liberalismus stärker ausgeprägt als in vielen anderen deutschen Ländern. Im Gegensatz zur herrschenden Meinung wird in dieser Arbeit argumentiert, daß die Gründe für die nachhaltige Verteidigung liberaler Neuerungen aus der Zeit der napoleonischen Herrschaft keineswegs allein in der fast zwanzigjährigen Zugehörigkeit zu Frankreich zu suchen sind. Statt dessen wird aufgezeigt, wie und warum sich bereits am Ende des 18. Jahrhunderts eine Basis für den Liberalismus zu entwickeln begann. Somit wird jener Richtung innerhalb der Geschichtswissenschaft entgegengetreten, die den Liberalismus als rein postrevolutionäre Erscheinung deutet, als protestantische Besonderheit betrachtet und vornehmlich als Elitenphänomen begreift.
Aus dem Inhalt: Der Bedingungsrahmen: Historischer Hintergrund und wirtschaftliche, politische und soziale Entwicklung - Wohlfahrtsstaatliche Reform und ihre Erfahrung an der sozialen Basis: Das Beispiel Erziehungs- und Bildungspolitik - Entstehung von Öffentlichkeit und politischer Kommunikation: Logen, Gesellschaften, Zirkel und Vereinigungen - Die Entwicklung von Presse und Publizistik: Freiheitliches Gedankengut und Revolutionsdarstellung - Frühkonstitutionelle Entwürfe und frühliberale Theoriebildung - Widerstand und politisches Bevölkerungsverhalten.