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Geistige Behinderung - Bewältigung und Religiöser Glaube

Eine Interviewstudie mit Müttern von Jugendlichen und Erwachsenen mit einer geistigen Behinderung

Series:

Monika Lang

Auf stresstheoretischem Hintergrund wird der Frage nachgegangen, ob religiöser Glaube innerhalb des Bewältigungsprozesses von Müttern eines geistigbehinderten Kindes von Bedeutung ist. Mit Hilfe von leitfadenzentrierten Interviews und ergänzenden Fragebogen wird eine erste Annäherung an diese sensible Thematik versucht. Dabei zeigt sich in dieser Studie, daß bei der Mehrheit der 47 befragten älteren Frauen religiöser Glaube, neben der Unterstützung durch den Ehepartner, die wichtigste Ressource darstellt. Der spezifische Einfluß des religiösen Glaubens wird anhand der Themen Warum-Frage, Frage nach Sinn bzw. Schuld, Belastung, Gottesvorstellung, Formen religiöser Praxis, Erfahrungen mit der Institution Kirche sowie religiöse Sozialisation inhaltlich genauer beschrieben. Ebenso werden als belastend erfahrende Aspekte eines religiösen Glaubens dargestellt. Durch Interviewzitate kommt es dabei in den einzelnen Kapiteln auch zu einem Sprechen der betroffenen Frauen selbst.
Aus dem Inhalt: Religiöser Glaube und Bewältigung bei Familien mit einem behinderten Kinde - Der empirische Forschungsstand - Stresstheoretischer Hintergrund (Resiliency Model of Family Stress, Adjustment and Adaptation) und psychotherapeutisch-philosophischer Bezug (Logotherapie/Existenzanalyse von V.E. Frankl) - Methodische Fragen qualitativer Forschung - Ergebnisse aus Interviews und Fragebogen (u.a. Warum-Frage, Frage nach Sinn oder Schuld, Belastungen, weitere Ressourcen, Gottesvorstellungen, Formen religiöser Praxis, Erfahrungen mit der Institution Kirche, religiöse Sozialisation, Zukunftsperspektiven).