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Das Moralische im Politischen

Hannah Arendts Theorie des Handelns im Horizont der theologischen Ethik

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Christa Schnabl

Hannah Arendt gilt mittlerweile als Klassikerin politischen Denkens des ausgehenden 20. Jahrhunderts. Die durch den Totalitarismus verursachten biographischen und theoretischen Brüche bilden den Angelpunkt für das Verständnis ihres Denkens. Ihre Theorie des Politischen basiert auf einem normativen Verständnis von (politischem) Handeln, welches auch im Mittelpunkt dieser Arbeit steht. Handeln ist der normative Leitbegriff Arendtscher Theorie. Dieser fungiert als kritischer Maßstab ihrer Theorie der Moderne wie als Basis ihrer Begründung von Politik. Entgegen Arendts eigener Distanzierung von Ethik und Moral ist hier die These leitend, daß dieses normativ aufgeladene Handeln auch ethisch bedeutsam ist. Arendts politische Grundintention ist im Blick auf das Moralische zu explizieren. Auf diesem Hintergrund wird Arendts Denken in seinen grundlegenden Einsichten dargestellt und in den Kontext der theologischen Ethik gestellt.
Aus dem Inhalt: Rettende Kritik. Geschichte und Gedächtnis als hermeneutischer Rahmen von Hannah Arendts Theorie des Politischen - Arbeiten - Herstellen - Handeln. Zu den anthropologischen Grundlagen der politischen Theorie Hannah Arendts - Im Zeichen von Herstellen und Arbeiten. Zu Hannah Arendts Kritik der Neuzeit im Horizont der Unterscheidung der drei Tätigkeitsweisen - Das Handeln. Eine Einzeluntersuchung - Die Urteilskraft oder die Moralität des Handelns - Das Moralische im Politischen. Systematische Auswertung im Blick auf die theologische Ethik.