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Gustav Mahlers «Kindertotenlieder»

Eine semantische Analyse

Alexander Odefey

Die Kindertotenlieder nehmen nicht nur als Zyklus und als Abschluß des Liedschaffens eine bedeutende Position in Mahlers Gesamtwerk ein, sondern können in mehrfacher Hinsicht auch als Schlüsselwerk zum Verständnis seiner Musik bezeichnet werden. Die Studie zeigt, daß neben biographischen Ereignissen insbesondere Mahlers Weltanschauung für die Wahl der tragischen Gedichte und für zahlreiche Charakteristika der Komposition von großer Relevanz war. Durch die Auswertung aller erhaltenen Dokumente und Quellen sowie die Dechiffrierung musikalischer Symbole und Zitate gelangt die semantische Analyse unter anderem zu dem Resultat, daß Mahler in seiner Vertonung eigenen (religiösen) Vorstellungen Ausdruck verliehen hat, die über den Inhalt der Texte Rückerts erheblich hinausgehen.
Aus dem Inhalt: Zur Chronologie der Entstehung der Kindertotenlieder - Gustav Mahler und Friedrich Rückert - Biographische Aspekte - Aspekte der Weltanschauung und Religiosität Mahlers - Analyse: Struktur und Semantik der Kindertotenlieder (u.a.: die Anlage der Lieder; die linear-polyphone Schreibweise und ihre Quellen; eine Verbindung zu Parsifal; zur Bedeutung des Glockenspiels und des Tamtams).