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Kognitive und emotionale Funktionen des Menstruationszyklus

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Rosemarie Krug

Gibt es psychische Leistungen, die sich während des Menstruationszyklus systematisch verändern? In den Untersuchungen wird belegt, daß speziell die Funktionen beeinflußt werden, die in engem Zusammenhang mit der biologisch-reproduktiven Aufgabe dieses Zyklus stehen. Zeitlicher Fokus der Veränderungen ist die ovulatorische Phase. Hier deutet eine gesteigerte Wahrnehmung sexueller Stimuli eine erhöhte sexuelle Motivation an, gleichzeitig besteht eine Neigung zu intensiven Eifersuchtsgefühlen. Diesen motivational-emotionalen Veränderungen stehen eine verbesserte kreative Leistungsfähigkeit und eine größere Flexibilität bei der Bewältigung sozialer Problemsituationen gegenüber. Kontrollexperimente mit Frauen, die orale Kontrazeptiva einnahmen, zeigen, daß die zyklusbedingten kognitiven und emotionalen Veränderungen durch den Einfluß der Pillenhormone verschwinden.
Aus dem Inhalt: Selektiver Einfluß des Menstruationszyklus auf die Wahrnehmung von Stimuli mit reproduktiver Bedeutsamkeit - Die Wirkung des Menstruationszyklus auf die Kreativität - Eifersucht, allgemeine Kreativität und Coping-Strategien in sozialen Belastungssituationen während des Menstruationszyklus.