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«Ein bewegliches Heer von Metaphern...»

Sprachkritisches Sprechen bei Friedrich Nietzsche, Gustav Gerber, Fritz Mauthner und Karl Kraus

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Michael Thalken and Universität Münster

Diese Arbeit macht den Versuch, vier der bedeutendsten sprachkritischen Positionen der Jahrhundertwende auf deren eigene sprachliche Vermitteltheit hin zu untersuchen sowie der Frage nachzugehen, inwieweit sprachkritische Erkenntnisbildung determiniert wurde vom Sprachgebrauch des jeweiligen Kritikers. Dabei geht es wesentlich darum, die historische Sprachsituation der Autoren, aus der heraus sie ihren «Gegenstand» Sprache reflektierten, als abhängig von der Entwicklung der Presse und des journalistischen Sprachgebrauchs zu erkennen sowie darzustellen, wie das Pressesprechen seit der Jahrhundertwende sprachbestimmend und damit auch bewußtseins- und geschichtsbestimmend für das gesamte 20. Jahrhundert wurde.
Aus dem Inhalt: Friedrich Nietzsches Kritik an der Sprache - Nietzsche und die Presse - Intentionsinterferenz des Sprechens - Gedanke als Begriff und Metapher - Gustav Gerbers sprachkritische Philosophie - Sprache als Analogie und Gleichnis - Kantkritik - Fritz Mauthners erkenntnistheoretischer Sprachpessimismus - Wortlose Verstandesarbeit - Evolution und Erkenntnis - Karl Kraus' Sprachkritik als Satire - Transzendierung der Mimesis - Presse und Bewußtsein - Satire und Literatur.