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Finanzintermediation an der Schnittstelle von formellem und informellem Finanzsektor

Erfahrungen mit dem "Linking</I>-Ansatz in Indonesien

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Klaus Maurer

In den meisten Entwicklungsländern tun sich Banken mit der ländlichen Kreditvergabe vor allem an ärmere Bevölkerungsgruppen außerordentlich schwer. Mit Hilfe von Erklärungsansätzen der neueren institutionellen Mikroökonomie läßt sich zeigen, daß die Zurückhaltung der Banken vor allem auf informationsbedingte Risiko- und Kostenprobleme zurückzuführen ist. Hingegen sind informelle Finanzinstitutionen zum einen eher in der Lage, diese Probleme zu bewältigen, wie am Beispiel finanzieller Selbsthilfegruppen deutlich wird, zum anderen weisen sie jedoch in wesentlichen Funktionen der Finanzintermediation Schwächen auf. Durch die Verknüpfung ( Linking) von formellen und informellen Finanzinstitutionen hat man in Indonesien versucht, insgesamt zu einer Verbesserung der Finanzintermediation und zu einer Weiterentwicklung der finanziellen Selbsthilfegruppen in ihrer Funktion als Finanzintermediäre beizutragen. Der Autor kommt zu dem Schluß, daß die gesteckten Ziele nur bedingt erreicht wurden.
Aus dem Inhalt: Grundlagen der Finanzintermediation - Probleme ländlicher Kreditvergabe in Entwicklungsländern - Die Bewältigung von Risiko- und Kostenproblemen auf informellen Finanzmärkten am Beispiel finanzieller Selbsthilfegruppen - Verknüpfung von Banken und finanziellen Selbsthilfegruppen als Institution Building - Fallbeispiel Indonesien.