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Schutz der Opfer von Gewaltdelikten durch den Ausschluß der Öffentlichkeit im Strafverfahren

Eine empirische Untersuchung zur Anwendungspraxis der verfahrensgestaltenden Maßnahme des Ausschlusses der Öffentlichkeit im Strafverfahren

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Nadja Hagendorn

Die Verbesserung des Opferschutzes ist heute in aller Munde. Der schwer erkämpfte Verfahrensgrundsatz der Öffentlichkeit ist dabei zunehmend ins Kreuzfeuer der Kritik geraten. Das Zeitalter einer multimedialen Massenöffentlichkeit erfordert einen starken Persönlichkeitsschutz. Fraglich ist, ob die bestehenden Vorschriften zur Einschränkung der Öffentlichkeitsmaxime in der Praxis ihre Zielsetzung erreichen. Das Kernstück der Arbeit bildet daher eine empirische Untersuchung zur Anwendungspraxis der verfahrensgestaltenden Maßnahme des Ausschlusses der Öffentlichkeit. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob der effektive Schutz der Persönlichkeit von Verfahrensbeteiligten aufgrund der empirisch gewonnenen Einblicke in die Praxis weitere gesetzgeberische Schritte erfordert.
Aus dem Inhalt: Der Öffentlichkeitsgrundsatz im Strafverfahren und dessen historische Entwicklung - Funktionen und Gefahren der Gerichtsöffentlichkeit - Bedeutungswandel der Öffentlichkeitsmaxime - Probleme des geltenden Rechts - Der Ausschluß der Öffentlichkeit in der strafverfahrensrechtlichen Praxis - Der Ausschluß der Öffentlichkeit de lege ferenda - Das Erfordernis zusätzlicher verfahrensgestaltender Maßnahmen zum effektiven Schutz des Verletzten im Strafverfahren.