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Wissenstransfer zwischen Experten und Laien

Umriss einer Transferwissenschaft

Series:

Sigurd Wichter and Gerd Antos

In Zeiten der Informationsflut und der Wissensexplosion ist die Vernetzung von Wissen und damit in kommunikativer Hinsicht auch der Wissenstransfer zu einem zentralen gesellschaftlichen Thema, mehr noch: zu einem ganz persönlichen Problem geworden: Welches Wissen ist bereits wo in welcher Form vorhanden und wie kann ich unter welchen Bedingungen darauf zugreifen?
Unter dem neuen Begriff «Transferwissenschaft» haben Linguisten begonnen, den allgemeinen, freien, schnellen und gezielten Zugang zu kollektivem Wissen selbst zum Gegenstand einer transdisziplinär angelegten Forschung zu machen. Im vorliegenden Buch, das auf ein Inaugural-Kolloquium in Göttingen zurückgeht, werden sprachliche und kommunikative Barrieren des Wissenstransfers zwischen Experten und Laien schwerpunktmäßig wie folgt behandelt: themenspezifisch (Medizin, Immigration, Sport, Rechtschreibung, Gesetzgebung, Schriftsystem), medienspezifisch (Schul- und Wörterbücher, digitale und Massenmedien, «wissenschaftliche Autorität») und unter gruppenspezifischen Aspekten (Jugendliche im Alltagsgespräch, Kommunikationsprobleme und telefonische Beratungsgespräche einzelner Berufsgruppen).
Die Herausgeber: Sigurd Wichter, geboren 1944, lehrt seit 1997 Deutsche Philologie (Sprachwissenschaft) an der Universität Göttingen. Promotion 1972, Habilitation 1980. Von 1981-1997 Professor für Deutsche Sprache am Fachbereich Germanistik der Universität Münster. Er ist Mitglied des Internationalen Wissenschaftlichen Rates des Institutes für Deutsche Sprache sowie Mitherausgeber der Zeitschrift Germanistische Linguistik.
Gerd Antos, geboren 1949, lehrt seit 1992 Germanistische Sprachwissenschaft an der Universität Halle-Wittenberg. Promotion 1980, Habilitation 1992. Von 1984-1992 Trainingstätigkeit in der Wirtschaft. Seit 1998 ist er Präsident der «Gesellschaft für Angewandte Linguistik».
Daniela Schütte, geboren 1970, studierte Germanistik, Slavistik und Kunstgeschichte in Münster. 1997 Veröffentlichung zum Computerwortschatz: «Computerbildschirm und komp’juternyj displej».
Oliver Stenschke, geboren 1971, studierte Germanistik und Klassische Philologie in Würzburg und Göttingen. Seit 2000 ist er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar für Deutsche Philologie der Universität Göttingen.