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Identität und Entfremdung

Zum Konzept des Dichterischen bei Keats und Hofmannsthal

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Gerold Schipper

Daß der Dichter das unpoetischste aller Geschöpfe sei, ist eine berühmt gewordene Keats’sche Reflexion. Sie ist von weitreichender Bedeutung für die europäische Poetologie seit der Romantik und wird von Hofmannsthal als wichtige Einsicht aufgegriffen. Die Studie unternimmt eine Gegenüberstellung der poetologischen Reflexionen beider Autoren mit der immanenten Poetologie ihres jeweiligen Schaffens. Dergestalt läßt sich für das Selbstverständnis «des modernen Dichters», wie er uns in Autoren wie Baudelaire, Valéry oder Pessoa begegnet, ein Paradigmenwechsel nachzeichnen, der ebenso gehaltvolle wie paradoxe Konsequenzen zeitigt. Anhand der untersuchten Zeugnisse lassen sich Analyseansätze entwickeln, die Romantik und Moderne als Zusammenhang begreifbar machen.
Der Autor: Gerold Schipper, geboren 1967, studierte Germanistik, Anglistik und Philosophie in Frankfurt am Main. Promotion 2000 mit einer Arbeit über Wilhelm Heinse. Verlagsleiter eines wissenschaftlichen Fachverlages in Frankfurt am Main.