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Wie viel Deutschunterricht brauchen Berufsschüler?

Die Geschichte eines umstrittenen Unterrichtsfaches

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Hilmar Grundmann

Die Geschichte des Deutschunterrichts an berufsbildenden Schulen ist vor allem die Geschichte zweier ganz unterschiedlicher Entwicklungen, die aber aufs engste miteinander zusammenhängen. Das sind zum einen die ständigen Versuche, dieses Unterrichtsfach der Ideologie des Berufsbezugs zu unterwerfen. Und das sind zum anderen die durch diese Versuche provozierten Bemühungen, eine fachdidaktische Konzeption zu entwickeln, die auf die Besonderheiten des Deutschunterrichts als ein sog. allgemein bildendes Fach an berufsbildenden Schulen zugeschnitten ist. Dabei haben sich bisher zwei umfassende Konzeptionen herausgebildet: das «Darmstädter Modell» und das «Hamburger Modell». Ihnen ist gemeinsam, dass sie sich auch als Beitrag verstehen, dem teils immer nachhaltiger eingeforderten, teils aber auch immer wieder in Frage gestellten Bildungsanspruch des Berufsschülers gegen das – legitime – betriebliche Verwertungsinteresse zu seinem Recht zu verhelfen.
Aus dem Inhalt: Zum ungeklärten Verhältnis von allgemeiner und beruflicher Bildung – Kerschensteiners und Sprangers Berufsbildungskonzept – Die Entdeckung der Sprache als wichtigstes Medium für den Erwerb der Berufsrolle – Zur gegenwärtigen Theorie und Praxis des Deutschunterrichts an berufsbildenden Schulen – Der Deutschunterricht als Fremd- und Zweitsprachenunterricht an berufsbildenden Schulen.