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Der Fremde als «der Andere»

Eine Studie der diskursiven Konstruktion des Mauren und des Türken im Echo romanischer Volksliteraturen

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Petrea Lindenbauer

Thema der Studie ist die Inszenierung der literarischen Figur des «Anderen». Diese wird vergleichend untersucht, um festzustellen, ob analoge historische Kontexte konvergente oder divergente Fremd-Porträts erzeugen. Mittels sprachwissenschaftlicher Analyse werden in 43 ausgesuchten Texten zweier unabhängig voneinander entstandenen Textserien die semantischen Merkmale der Beschreibung des Anderen und die dahinterliegenden Strategien der Konzeptualisierung systematisch und exhaustiv erfaßt. Ergebnis ist die Feststellung auffallend analoger kognitiver Mechanismen der Konzeptualisierung des Anderen (Reduktion, Selektion, Verallgemeinerung, Stereotypie) wie auch von kulturspezifischen Differenzen der Konzeptualisierung in spanischen Romanzen und rumänischen Balladen.
Aus dem Inhalt: Figur/Beschreibung und Konzeptualisierung des «Anderen» (des Fremden) – Islam/Mohammedaner und Christen – Romanische Textserien – Diskursivität – Semantik – Praktische/exemplarische Textanalyse – Romanzen, Balladen – «Maurenporträt», «Türkenporträt» – Kognitive Strategien der Konzeptualisierung.