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Die Reichstagswahlen im 1. Kurhessischen Reichstagswahlkreis Rinteln-Hofgeismar-Wolfhagen von 1866 bis 1914

Eine Wahlanalyse

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Peter Straßheim

Die Studie analysiert die Wahlentwicklung in den kurhessischen Kreisen Rinteln, Hofgeismar und Wolfhagen im Kaiserreich. Zugleich wird dargestellt, wie sich die politischen Probleme und Prozesse dieser Zeit regional ausprägten und auswirkten. Die Untersuchung stützt sich auf eine Fülle unveröffentlichter Akten, Zeitungen, Erinnerungen und sonstiger publizistischer Quellen. Die Verknüpfung zwischen Stimmergebnis und Determinanten der Wahlentscheidungen sind somit hauptsächlich interpretativ angelegt. Zu den Ergebnissen gehört das Verhältnis zwischen Konservativen, Liberalen, Sozialdemokraten und Antisemiten. Die in den Kreisen tätigen politischen Bewegungen und Kräfte treten plastisch hervor und werden in ihrer Politik und besonders auch in Gestalt ihrer führenden Vertreter greifbar. Ausgehend von der politischen, wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung entsteht ein Bild vom Alltag im Kaiserreich, und es werden die Verbindungen zwischen dem Wahlverhalten und Aspekten der politischen Meinungsbildung deutlich. Eine wichtige Rolle spielt dabei der Kampf um Arbeiterrecht. Weiterhin gilt das Augenmerk den seit 1890 durchweg gewählten antisemitischen Reichstagsabgeordneten.
Aus dem Inhalt: Die landwirtschaftliche, ökonomische, soziale und politische Struktur in den Kreisen Rinteln, Hofgeismar und Wolfhagen im 19. Jahrhundert – Die Ära Friedrich Oetker (1867-1887) – Der irregeleitete Protest (1890-1912) – Der Kampf um Arbeiterrechte – Zusammenfassung – Quellen und Darstellungen.