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Probleme der Neugeboreneneuthanasie und der Behandlungsgrenzen bei schwerstgeschädigten Kindern und ultrakleinen Frühgeborenen aus rechtlicher und ethischer Sicht

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Monika Everschor

Durch den technischen Fortschritt in der modernen Medizin haben Ärzte eine große Macht über Leben und Tod erlangt, was in der Neonatologie nicht selten zu rechtlichen und ethischen Konflikten führt.
Bei welcher kindlichen Schädigung darf der Arzt untätig bleiben? Bei welcher Schädigung muß er tätig werden? Wer entscheidet aufgrund welcher Kriterien? Darf ein schwerstgeschädigtes oder ultrakleines Kind aktiv getötet werden? Wie verhält sich die «Früheuthanasie» zur Abtreibung? Gibt es lebenswertes und lebensunwertes Leben? Spielen die beschränkten Ressourcen beim Behandlungsverzicht eine Rolle?
Vor diesem Hintergrund wird die Problematik der Neugeboreneneuthanasie und der ärztlichen Behandlungsgrenzen an der Schnittstelle zwischen Recht, Medizin und Ethik disziplinübergreifend untersucht.
Aus dem Inhalt: Abgrenzung von Spät- und Früheuthanasie – Arten von Sterbehilfe und Früheuthanasie – Entscheidungskompetenz bei ärztlichen Heileingriffen in der Neonatologie – Lebensrecht des Menschen – Umfang des ärztlichen Heilauftrages – Rechtliche Bewertung der aktiven Tötung (mit einem Exkurs über die Sterbehilfe in den Niederlanden) – Reichweite der ärztlichen Lebenserhaltungspflicht – Diagnose und Prognose (mit einem Exkurs zu den verschiedenen Wahrscheinlichkeiten unter Berücksichtigung der Prognose) – Untersuchung von Behandlungsgrenzen anhand verschiedener Kriterien: Behandlungsgrenze der faktischen Unmöglichkeit – Behandlungsgrenze der medizinischen Indikation – Behandlungsgrenze der normativen Unzumutbarkeit – Behandlungsgrenze der normativ verstandenen Unmenschlichkeit – Mitleid als Behandlungsgrenze – Behandlungsgrenze der Unverhältnismäßigkeit – Vorschlag einer gesetzlichen Regelung.