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Martin Heidegger: Ontologische Differenz und der Anfang des Wissens

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Hee-Cheon Oh

Bei der Grundfrage der Metaphysik «Was ist das Seiende als solches?» handelt sich es um das Wissen von Seiendem in seiner Seiendheit. Dieses Wissen besteht in der Entsprechung von Denken und Gegenstand (adaequatio intellectus et rei), was traditionell als «Wahrheit» begriffen wird. Diese Wahrheit aber setzt, wie Heidegger behauptet, ursprünglichere Wahrheit, die Offenbarung oder Erschlossenheit von Seiendem, voraus. Diese Wahrheit lässt zwar das Seiende überhaupt erscheinen; sie aber ist nicht das Seiende. Sie ist das Nichts des Seienden. Sie ist das Sein selbst. Das Sein ist ontisch im Seienden; es ist das Sein des Seienden; ontologisch aber ist es ganz anders als das Seiende. Heidegger nennt dies «ontologische Differenz». Diese Differenz ist der verborgene Sinn in der Frage nach dem Seienden. Das Hauptanliegen dieser Arbeit liegt darin, anhand der existenzial-ontologischen Analyse des Daseins diesen verborgenen Sinn aufzuzeigen.
Aus dem Inhalt: Einleitung – Geschichtlicher Überblick über die Frage nach dem Sein – Existenzialontologische Analytik des Daseins – Zeitlichkeit als der ontologische Sinn der Sorge – Entmythologisierung der Daseinsanalytik und Explikation des temporalen Sinnes vom Sein – Ausblick.