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Wanderradikalismus

Jesu erste Jünger – ein Anfang und was davon bleibt

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Markus Tiwald

Wanderradikale Propheten der Urkirche demonstrierten durch ein besitz-, gewalt- und familienloses Wanderleben ihr völliges Gottvertrauen angesichts der anbrechenden Gottesherrschaft. Ziel vorliegender Arbeit ist es, die bisweilen bestrittene Existenz solcher Wanderradikaler mit einer Analyse zu den Traditionen der Aussendungsrede zu beweisen und im Anschluß daran deren theologisches und soziologisches Profil zu erarbeiten. Dabei zeigt sich, daß die Wanderradikalen eine fest umrissene Gruppierung in der Urkirche darstellten – vertreten in Logienquelle, Johannesoffenbarung und Didache. Ein Katalog mit zwölf Kriterien hebt das wanderradikale Proprium ins Licht und offenbart den grundsätzlich konservativen Umgang dieser Bewegung mit Fragen wie Heidenmission, Ämtertheologie und der Rezeption alter Jesustraditionen.
Aus dem Inhalt: Soziologische Prämissen des Wanderradikalismus – Analyse der Aussendungsrede – Theologisches Profil der Wanderradikalen – Weiterentwicklung in Richtung syrisches Mönchtum.