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Die Strafrechtswissenschaft der DDR

Klassenkampftheorie und Verbrechenslehre

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Christian Mahlmann

In den 50er Jahren entwickelte die Strafrechtswissenschaft der DDR nach sowjetischem Vorbild die sogenannte Klassenkampftheorie, die eine Antwort auf die Frage nach dem Wesen und den Ursachen der Kriminalität in der DDR geben sollte. Diese Theorie bildete auch die Grundlage der neuen Verbrechenslehre. Dies hinderte die Partei der SED jedoch nicht, die Strafrechtswissenschaft im Jahre 1962 zur Aufgabe der Klassenkampftheorie zu verpflichten. Durch die Art und Weise, wie sie sich dem Druck der Partei beugen mußte, wurde sie gedemütigt und erreichte ihren wissenschaftlichen Tiefpunkt. Die Strafrechtswissenschaft mußte sich für die Klassenkampftheorie entschuldigen, die noch kurz zuvor von der SED selbst vertreten worden war.
Aus dem Inhalt: Entstehen einer sozialistischen Strafrechtswissenschaft in der DDR – Erste Anzeichen einer Liberalisierung auch in der DDR – Der XX. Parteitag der KPdSU und seine Auswirkungen in der DDR – Restauration der Klassenkampftheorie durch Politik und Wissenschaft – Die Übergangsphase 1957-1961 – Vom XXII. Parteitag der KPdSU bis zum Ende der Ära Ulbricht – Die Strafrechtswissenschaft in der Ära Honecker.